Trainersuche beendet: Lars Söndergaard übernimmt das Zepter beim FC Wacker Tirol
- Coacht Innsbrucker mit Saisonbeginn 2007/2008
- "Sehe einiges Potenzial" - Däne mit Einjahres-Vertrag
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Der Däne Lars Söndergaard bleibt ein Dauerbrenner im österreichischen Trainergeschäft. Der 48-Jährige, der noch bis Saisonende den als Bundesliga-Absteiger feststehenden, finanziell angeschlagenen GAK betreut, wird ab der kommenden Spielzeit neuer Trainer des FC Wacker Tirol.
Söndergaard, der vor seinem GAK-Engagement in Österreich bereits für den SV Salzburg (2001 - 2003) und den FK Austria Wien (2004 - 2005) gearbeitet hatte, erhielt in Tirol vorerst einen Einjahres-Vertrag, der danach in ein unbefristetes Dienstverhältnis mit Kündigungsfrist von drei Monaten übergeht. Zuletzt hatte Co-Trainer Klaus Vogler als Nachfolger des Mitte April entlassenen Tschechen Frantisek Straka die Innsbrucker interimistisch betreut.
Unter Vogler hatte der FC Wacker erst in der Vorwoche mit einem 5:1-Sieg gegen den von Söndergaard gecoachten GAK eine Rekord-Negativserie von 15 Spielen ohne Sieg beendet. "Natürlich hat Tirol ein paar sportliche Probleme. Aber es ist eine vertrauensvolle Aufgabe und eine neue Herausforderung für mich", erklärte Söndergaard. "Mit dem Abstieg dürfen wir nächstes Jahr nichts zu tun haben. Ich sehe einiges Potenzial, aber wir brauchen weiterhin Kontinuität."
Die Tiroler, die derzeit nur auf Grund der finanziellen Pleite des GAK von Abstiegssorgen frei sind, hatten sich mit der Trainer-Entscheidung lange Zeit gelassen. "Weil diese Position für den gesamten Verein sehr wichtig ist", erklärte Sportmanager Christian Ablinger. "Der neue Trainer muss den eingeschlagenen Weg mit dem FC Wacker mitgehen." Söndergaard hatte schon zuletzt beim GAK vornehmlich mit jungen österreichischen Spielern gearbeitet. "Das werde ich auch hier tun", versicherte der Däne.
Bis zuletzt war auch der ehemalige Altach-Trainer Michael Streiter als neuer Coach im Gespräch. "Wir haben uns für Lars Söndergaard und nicht gegen Michael Streiter entschieden", betonte Ablinger. In den Gesprächen der vergangenen Wochen sei einfach herausgekommen, dass "Söndergaard in der derzeitigen Situation besser zum FC Wacker passt". Dabei war nach der Trennung von Straka ursprünglich eine Tiroler Lösung angedacht worden. Neben Streiter waren anfangs auch Heinz Peischl, Manfred Linzmaier und Didi Constantini ein Thema gewesen.
Söndergaard wird in Österreich ob seiner fachlichen Kompetenz geschätzt und gilt als ruhiger, sachlicher Fachmann. "Er kennt die Liga und weiß über den aktuellen Kader des FC Wacker genauestens Bescheid", erklärte Ablinger. Über etwaige Neuverpflichtungen werden erst in den kommenden Wochen Gespräche geführt. "Wir werden vielleicht ein paar Verstärkungen brauchen. Vor allem in der Breite, das war im Frühjahr das Problem", meinte Söndergaard, der vor allem Wacker-Regisseur Kolousek und Teamverteidiger Feldhofer Top-Qualität attestierte.
Die Verpflichtung Söndergaards erfolgte am Dienstag vorbehaltlich de Erteilung der Bundesliga-Lizenz. Diese war den Tirolern in erster Instanz vom Senat 5 verwehrt worden. Das Protestkomitee der Bundesliga entschied noch am späten Dienstagabend in zweiter Instanz über die Vergabe der Spielgenehmigungen. Im Falle eine Nicht-Erteilung bliebe den Tirolern nur noch der Gang vor das Ständige Neutrale Schiedsgericht, das bis 31. Mai entscheidet. Bis dahin dürfen allerdings keine Dokumente nachgereicht werden.
(apa/red)
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