Trotz der jüngsten Aufregungen: Rapid will weiter EADS-Unterstützungen annehmen
- Edlinger: "Weiß nicht, worin schiefe Optik liegen soll"
- Vertrag mit Eurofighter-Produzenten läuft bis 2008

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Trotz der jüngsten Aufregungen über Zahlungen von EADS an den SK Rapid will der österreichische Fußball-Rekordmeister weiterhin mit dem Eurofighter-Produzenten zusammenarbeiten. "Ich weiß nicht, worin die schiefe Optik liegen soll. Das ist ein Konzern, der unsere Nachwuchs-Arbeit unterstützt", erklärte Klub-Präsident Rudolf Edlinger.
Der ehemalige Finanzminister betonte noch einmal die Vorzüge von EADS. "Das ist ein seriöses Unternehmen, 90 Prozent seiner Produkte haben nichts mit Waffen zu tun. Warum sollte man mit so einem Partner nicht weiter in Kontakt bleiben", fragte Edlinger. Nach den Angaben des Klub-Präsidenten läuft der aktuelle Vertrag mit dem Konzern bis Juni 2008. Dies würde bedeuten, dass Rapid zumindest noch einmal in den Genuss der kolportierten jährlichen Sponsor-Summe von einer Million Euro kommt. Diesen Betrag wollte Edlinger aber so wie Rapid- Manager Werner Kuhn im Eurofighter-Ausschuss nicht kommentieren.
Mit dem Verlauf der Ausschuss-Sitzung zeigte sich Edlinger zufrieden. So seien die Vorwürfe der ÖVP-Fraktionsvorsitzenden Fekter, die Zahlungen von EADS an Rapid könnten in Zusammenhang mit der SPÖ stehen, erst gar nicht zur Sprache gekommen. Rapid hatte auf Grund dieser Anschuldigungen eine Klage gegen Fekter angekündigt.
Kritik von ÖVP, BZÖ & FPÖ
Kritik erntete Edlinger für die Verbindungen zu EADS von Seiten der ÖVP, des BZÖ und der Freiheitlichen: "Volle Aufklärung" forderte ÖVP-Sportstaatssekretär Lopatka. Das Schweigen rund um angebliche Sponsorgelder ohne Gegenleistung von EADS an Rapid schade nicht nur dem Ansehen des Klubs, sondern dem gesamten österreichischen Fußball. FPÖ-Chef Strache forderte ebenfalls "volle Aufklärung". BZÖ- Generalsekretär Grosz bezeichnete die Sponsoringtätigkeit als "mehr als dubios".
(apa/red)
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