Dienstag, 22. Mai 2007

Tapfer, aber glücklos: Alex Peya verliert in Pörtschach gegen Andy Roddick mit 4:6,5:7

  • Koubek erleidet Zweisatz-Niederlage gegen Starace

Zwei von drei Österreichern im Einzelbewerb des Hypo Group International sind in der ersten Runde in Pörtschach bereits ausgeschieden. Alexander Peya musste sich zunächst Superstar Andy Roddick (USA-2) nach 80 Minuten 4:6,5:7 beugen, danach benötigte der italienische Qualifikant Potito Starace gegen Stefan Koubek nur drei Minuten länger. Der Kärntner musste sich mit 4:6,4:6 geschlagen geben.

Zwei Breaks jeweils zu Beginn des Satzes waren wohl die Knackpunkte der Partie. "Ich bin diesen zwei dummen Breaks immer nachgelaufen", gestand auch Koubek, der zudem im zweiten Satz insgesamt sechs Chancen zum Rebreak ungenützt ließ. "Die Enttäuschung ist sehr groß, weil ich mir viel vorgenommen habe. Ich habe mich super gefühlt im Training, bin fit und war auch mit der Auslosung zufrieden."

Doch mangelndes Selbstvertrauen bzw. Matchpraxis hat Koubek in den entscheidenden Situationen einfach gefehlt. "Was ich brauche, um einmal wieder wirklich gut zu spielen, ist Selbstvertrauen. Ich muss mal ein, zwei Matches gewinnen in einem Turnier. Jetzt muss ich hoffen, dass es in Paris hinhaut", sagte Österreichs Nummer 2. Auch im Vorjahr war Koubek in Pörtschach gleich zum Auftakt ausgeschieden, damals gegen Jürgen Melzer.

Peya gegen Roddick chancenlos
Auch für die Nummer 3 war gegen einen allerdings weit stärkeren Gegner nicht mehr drin. Peya spielte solides Tennis, war aber in den Aufschlag-Games von Roddick chancenlos. Und so kassierte er - im Gegensatz zu Koubek - jeweils zum Satzende das Break.

"Das Match hatte für mich sozusagen zwei Teile: meine Aufschlag-Games und seine. In seinen habe ich leider keinen Meter gehabt", analysierte der Wiener treffend. Peya fand keinen einzigen Breakball gegen "A-Rod" vor.

Der Topstar war sehr zufrieden mit seinem ersten Auftritt am Wörthersee. "Ich war angetan von meiner Form. Ich habe gut serviert und meine Vorhand gut getroffen. Das ist mir in Rom vor einigen Wochen nicht gelungen", freute sich der seit Montag wieder Weltranglisten-Dritte. In dieser Form ist Roddick, der 2003 das Turnier in St. Pölten gewonnen hat, ein großer Anwärter auf seinen zweiten Titel in Österreich.

Peya & Koubek noch im Doppel-Einsatz
Peya und Koubek bleiben unmittelbar vor der Abreise zu den French Open noch länger in Pörtschach, sie spielen noch Doppel zusammen. Beide wollen die vielen möglichen Sparringpartner hier noch zu ausgiebigen Trainingseinheiten nützen.

Koubek hofft in erster Linie auf ein gutes Los am Freitag für Paris. "Mit ein, zwei guten Partien kann ich auch in Paris wieder einen Lauf bekommen." Für Peya hat Paris nicht so große Priorität. "Meine Ziele in der Sandplatz-Saison sind nicht so hoch, da nehme ich mir Druck weg", meint Peya. Er erwartet sich mehr von der Rasen-Saison und vor allem in Wimbledon. "Wimbledon hat für mich einen höheren Stellenwert als Paris", so Peya, der aber in Paris mit dem Deutschen Björn Phau ebenfalls Doppel spielt.
(apa/red)

22.5.2007 16:20