Noch maximal fünf Monate Trinkwasser: Ankara muss den Wasser-Notstand ausrufen
- Bürgermeister will Bürgern Autowaschen verbieten
- Niederschlagsarmer Winter fordert letzte Reserven
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Die türkische Hauptstadt Ankara ruft den Wasser-Notstand aus. Nach einem besonders niederschlagsarmen Winter und Frühjahr habe die Stadt höchstens noch für vier bis fünf Monate Trinkwasser, sagte Bürgermeister Melih Gökcek der Zeitung "Hürriyet". Der Stadtrat werde deshalb den Bürgern verbieten, mit dem offenen Gartenschlauch das Auto zu waschen oder den Garten zu wässern.
Saftige Geldstrafen sollen dafür sorgen, dass die Verbote auch eingehalten werden. Sollten die Sparmaßnahmen nicht ausreichen, müssen sich die Einwohner der Hauptstadt darauf einstellen, dass die Trinkwasserversorgung rationiert wird.
Abhilfe soll eine neue Pipeline bieten, die Trinkwasser aus einer Entfernung von 125 Kilometern nach Ankara bringt. Das Projekt wird aber erst in etwa einem halben Jahr und damit nach den trockenen Sommermonaten fertig sein.
Ankara ist nicht die einzige türkische Großstadt mit Wasserproblemen. Die Zwölf-Millionen-Metropole Istanbul meldet ebenfalls Tiefststände ihrer Talsperren. Bürgermeister Kadir Topbas appellierte deshalb an seine Bürger, sparsam mit Wasser umzugehen. Derzeit gebe es zwar noch keine Versorgungsengpässe, doch wenn im September oder Oktober der Regen erneut ausbleibe, habe die Stadt ein Problem, erklärte Topbas. Ein Experte der städtischen Wasserwerke hatte den Istanbulern bereits vor Wochen geraten, das Duschen einzustellen, um Wasser zu sparen. (apa/red)
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