Immer mehr Russen sind im Anmarsch:
Österreich die Nr. 1 als Winterdestination
- Shopping und Skifahren zieht russische Urlauber an
- Ausgabenschnitt der Gäste bei 255 Euro pro Tag

·Russen lassen Rubel in Österreich rollen
Glamour-Hochburgen im Zentrum des Interesses
·Russlands Wirtschaft
profitiert vom Ölpreis
Wirtschaftsleistung unter
Putin um 40 % gestiegen
·Immer mehr Russen sind im Anmarsch
Österreich die Nummer 1 als Winterdestination
·Russlands Energie-
Einfluss überschätzt
Abhängigkeit von Europa
größer als umgekehrt
·"Wirtschaftspolitik für sozial Schwache"
Putin: Exporterlöse sollen
Lebensstandard anheben
·Im Porträt: Wladimir Wladimirowitsch Putin
Ungebrochene Popularität
des Russland-Präsidenten
·ai: Protestaktion zu Putin-Besuch in Wien
BILDER der Aktion "Putin und die Meinungsfreiheit"
·Nachfolge von Putin noch nicht geklärt!
Medwedew, Iwanow oder
auch Putin selbst möglich
Der große Anstrum russischer Gäste hat Österreich bisher nur gestreift. Von den über 119 Millionen Nächtigungen in- und ausländischer Gäste im Vorjahr gingen knapp 631.000 (+19,2 Prozent) auf das Konto der Touristen aus Russland. In den vergangenen Jahren hat sich ihre Zahl von 51.000 im Jahr 2000 auf fast 134.000 im Jahr 2006 beinahe verdreifacht. Grund genug für die heimische Tourismusindustrie, Russland als neuen Hoffnungsmarkt einzustufen.
Bisher profitierten vor allem die Länder Tirol, Salzburg - im Winter - sowie Wien als Städte- und Einkaufsdestination von der zahlungskräftigen russischen Mittel- und Oberschicht. Laut österreichischer Tourismusbank gibt jeder russische Tourist im Schnitt 255 Euro pro Tag aus, doppelt so viel wie andere Urlauber in Österreich. Russische Gäste bleiben im Durchschnitt 4,8 Nächte, im Jänner erhöht sich deren Aufenthaltsdauer auf 7,6 Nächte. Im Jahr 2005 nächtigten 52 Prozent in Hotels der 4- und 5-Sterne-Kategorie, in der Wintersaison 2005/06 stiegen bereits 56 Prozent dort ab.
Weihnachten in Österreich
Vor allem Anfang Jänner, in der Zeit des russisch-orthodoxen Weihnachtsfestes, geben sich die russischen Touristen in den Skiorten Westösterreichs die Klinke in die Hand. Im Jänner 2007 haben sich fast 35.000 Urlauber aus Russland auf Österreichs Pisten getummelt und damit für 267.000 Nächtigungen gesorgt. Die größten Zugewinne konnten wiederum die Bundesländer Salzburg, Tirol und Wien verzeichnen.
Misstöne
Aber es herrscht nicht nur Jubel über den neuen Herkunftsmarkt im österreichischen Tourismus. Die starke Konzentration der russischen Gäste auf den Monat Jänner hat in der vergangenen Wintersaison für gehörige Misstöne gesorgt. Im Tiroler Skiort Kitzbühel wurde sogar die Forderung nach einer "Russen-Quote" in der Hotellerie laut. Wirtschafts- und Tourismusminister Martin Bartenstein, um Schadensbegrenzung bemüht, bezeichnete die Debatte als "unerfreulich" und titulierte die Äußerungen als "äußerst unglücklich". Die Österreichische Hoteliervereinigung ließ eine Entschuldigung folgen.
Nur im Jänner 10 Prozent
Insgesamt liegt der Anteil der russischen Gäste bei den Übernachtungen in der Region Kitzbühel knapp unter zwei Prozent, im Sommer sinkt er auf 0,1 Prozent. Nur im Monat Jänner steigt ihr Nächtigungsanteil auf knapp 10 Prozent.
Sommerurlaub
Österreichs Tourismusverantwortliche setzte große Hoffnungen auf Russlands wachsende bürgerliche Mittelschicht. Sie sollen auch zur Belebung des heimischen Sommertourismus beitragen. Im kommenden Sommer rechnet die Österreich Werbung (ÖW) mit einem Viertel mehr russischer Gäste. Als Sommerdestination muss Österreich jedoch mit den Mittelmeerländern Türkei, Ägypten und Spanien konkurrieren. (apa/red)
Syrien-Krise18:14
Obama ein Feigling?Wegschauen oder eingreifen? US-Präsident schweigt zum Massaker von Houla
Wahl in Ägypten13:31
Heftige ProtesteDemonstranten am Tahir-Platz. Feuerangriff auf Wahlkampfzentrale von Shafik.
Platter trifft David Alaba15:21
Platter blamiert sichLandeshauptmann mit Aha-Erlebnis bei David Alaba: "Sie können ruhig Deutsch mit mir reden"
