Ausländer-Hick-Hack in ÖVP geht weiter: Amon und Sausgruber kontern Mitterlehner
- Platter: Österreich kann nicht "Tür und Tor" öffnen
- Grüne sehen 'vorangeschrittene Verhaiderung der VP'
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Innerhalb der ÖVP geht die Diskussion um die Ausländerpolitik weiter. Kritik der eigenen Partei muss Wirtschaftssprecher Mitterlehner für seine Aussage einstecken, dass Österreich von vielen als ausländerfeindlich angesehen werde und deshalb heiß begehrte Fachkräfte anderswo hinwandern. ÖAAB-Generalsekretär Amon und der Vorarlberger Landeshauptmann Sausgruber haben heftig widersprochen.
Amon bezeichnete die Kritik Mitterlehners als "entbehrlich". Er könne keine Fremdenfeindlichkeit erkennen. Zustimmung bekam Amon vom Vorarlberger Landeshauptmann Sausgruber. Er ist ebenfalls für die Beibehaltung der jetzigen Zuwanderungspolitik.
Wenig freundlich reagierte auch ÖVP-Innenminister Platter auf die Kritik von Mitterlehner. Platter blieb bei seiner Haltung, dass Österreich "nicht Tür und Tor öffnen" könne. Bei den Facharbeitern müssten "Österreicher Vorrang haben". Bei der "Forscherproblematik" gebe es "große Erleichterungen", es gebe einen quotenfreien Zugang inklusive Familiennachzug. Insgesamt merkte Platter an, dass die Zuwanderung "so kontrolliert erfolgen muss, dass sie auch der Bevölkerung zumutbar ist".
Die Grünen sehen hinter der ÖVP-Kritik an Mitterlehner eine "weit vorangeschrittene Verhaiderung der ÖVP". FPÖ-Parteichef Strache meinte, "Österreich ist kein Einwanderungsland, das sollen sich Mitterlehner und die ÖVP hinter die Ohren schreiben".
Auch BZÖ-Generalsekretär Grosz stellte für seine Partei noch einmal klar, dass "Österreich sicher kein Einwanderungsland" sei. In der ÖVP ortete er ein "völliges Chaos".
(apa/red)
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