Fekter soll Volksanwältin werden: ÖVP nominiert Justizsprecherin als Kandidatin
- Gegen Brinek durchgesetzt - Rauch-Kallat winkt ab
- SPÖ schickt Kostelka ins Rennen, Grüne für Stoisits

·VP-Juristin Fekter wird Volksanwältin
"Schottermitzi" begann Karriere zuhause in OÖ
·FPÖ-Kandidatur wird nicht zugelassen
Prammer: Volksanwalt wird von Grünen gestellt
·"Sie Ahnungslose,
Sie reden nur Unsinn"
Glawischnig und Strache im NEWS-Streitgespräch
Die Justizsprecherin und frühere Staatssekretärin Maria Fekter (51) ist die ÖVP-Kandidatin für den der Volkspartei zustehende Posten in der Volksanwaltschaft. Der Parlamentskub hat die Vertreterin des Wirtschaftsbundes als Nachfolgerin von Rosemarie Bauer nominiert. Der ÖAAB hatte Wissenschaftssprecherin Gertrude Brinek favorisiert.
"Sportlich und fair" sieht Brinek die Nominierung von Fekter. Sie habe als Justizsprecherin die juristische Kompetenz, sagte Brinek. Der ÖAAB habe aber bewiesen, dass es in seinen Reihen eine starke Frau gebe. "Ich bin nicht enttäuscht", erklärte Brinek vor Journalisten nach der Klubsitzung. Sie will weiterhin ihre Rolle im Nationalrat wahrnehmen.
Die zunächst als Favoritin gehandelte frühere Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat hatte zuvor ihr Interesse an dem Job zurückgezogen.
Für die anderen beiden Posten in der Volksanwaltschaft war bereits zuvor eine Vorentscheidung gefallen. Für die SPÖ wird Peter Kostelka eine weitere Funktionsperiode anhängen, für die Grünen soll Minderheitensprecherin Terezija Stoisits in das Kontrollorgan einziehen.
Fekter behauptete sich klar
Fekter hat sich deutlich gegen ihre Gegenkandidatin Brinek bei der Abstimmung im Klub behaupten können. Sie erhielt 56 Stimmen, Brinek nur 23.
Die Arbeit im Eurofighter Untersuchungsausschuss will Maria Fekter trotz ihrer Nominierung beenden. Sie geht davon aus, dass Ende Mai die Befragungen abgeschlossen sein könnten. Dann habe man den ganzen Juni Zeit, den Bericht zu schreiben, der schließlich ans Parlament gehen wird. "Dann ist meine Arbeit beendet."
Rosen für Fekter gab es von ÖVP-Klubobmann Wolfgang Schüssel. Es habe weder eine Empfehlung der Bundespartei noch des Klubvorstandes gegeben, beteuerte dieser. Auch Vizekanzler und ÖVP-Chef Wilhelm Molterer demonstrierte Begeisterung über Fekters Wahl: "Wenn es eine Beschreibung gäbe für das Anforderungsprofil als Volksanwältin, dann würde die Maria Fekter ganz klar diesem Profil entsprechen - und sie tut das auch."
(apa/red)
Deutsche Sklavin befreit14:01
Frau schildert ihr Leid19-Jährige nach acht Jahren gerettet - Mutter soll von Martyrium gewusst haben
Nachbeben in Italien20:01
Mehrere TodesopferErneut große Schäden und Tote nach schweren Erdstößen in Norditalien
