Donnerstag, 10. Mai 2007

Intelligente Autos so sparsam wie Hybriden: Sensoren & Telematik senken den Spritdurst

  • Mit relativ einfachen Mittel Benzinverbrauch reduzieren
  • Studie australischer Ingenieure kürzlich veröffentlicht

Intelligente Technik kann auch herkömmliche Autos so Sprit sparend wie Hybrid-Fahrzeuge machen. Dies berichten Ingenieure der Universität von Melbourne in Australien in einer Studie, die in der Zeitschrift "Transport Research Part C: Emerging Technologies" veröffentlicht wurde.

Sie verglichen dazu zunächst eine herkömmliche Limousine und eine Hybrid-Version, die je nach Anforderungen auf Elektro- oder Verbrennungsmotor umschaltet. Auf drei Teststrecken kam das Hybrid-Auto auf Benzineinsparungen von 15 bis 25 Prozent. Wurde ein normales Auto dagegen mit einfachen Sensoren und Empfangsgeräten für Informationen über die Verkehrslage ausgestattet, waren die Verbrauchswerte mindestens genauso gut wie bei der Hybrid-Variante.

Australien, Europa, USA
Die Forscher legten dabei Strecken aus Australien, Europa und den USA zu Grunde, die Verkehrsverhältnissen in einer Großstadt-Region entsprachen. Auf der australischen Strecke mit relativ wenig Verkehr genügten Daten, die das Verkehrsaufkommen sieben Sekunden im Voraus in das Auto übertrugen, um mit dem Hybrid-Auto gleichzuziehen. Bei den Versuchen unter europäischen oder US-Bedingungen war dazu eine Vorausschau von weniger als 60 Sekunden nötig. Wenn diese sogar auf 180 Sekunden erhöht wurde, fuhr das Telematik-Fahrzeug ein Drittel Sprit sparender als das Hybrid-Auto.

Alternative zu Hybriden
In ihrem Papier erklärten die Forscher, ihre Befunde könnten zur Debatte über die künftige Verkehrspolitik und die Reduzierung von Treibhausgasen beitragen. Wenn in Städten und Autos relativ einfache Sensoren und Telematik-Systeme eingeführt würden, könne dies für Autokäufer eine Alternative zu den meist sehr teuren Hybrid-Autos sein, hieß es. Zur Frage, welche Benzineinsparungen ein mit Sensoren ausgestattetes Hybrid-Fahrzeug liefern würde, äußerten sich die Forscher nicht. (APA/red)

10.5.2007 17:10