Mittwoch, 9. Mai 2007

"Aus einem Totenhaus" als Abschied: Pierre Boulez dirigiert keine Opern mehr

  • 82-Jähriger in NEWS: 'Das ist meine letzte Produktion'

Der bedeutende französische Dirigent und Komponist Pierre Boulez wird künftig keine Opern mehr dirigieren. Das erklärt er in einem Interview für die aktuelle NEWS-Ausgabe. Laut Boulez ist die letzte von ihm betreute Opernproduktion Janaceks "Aus einem Totenhaus" - Festwochen-Premiere am 12. Mai im Theater an der Wien.

Boulez, 82, in NEWS : "Das ist meine letzte Opernproduktion. Schauen Sie auf mein Alter." Karl Böhm habe zwar noch länger Opern dirigiert, aber "der Unterschied ist, dass er Operndirigent war, während ich hauptberuflich Komponist bin. Ja, die, Meistersinger hätte ich gern noch gemacht, aber das bedeutet drei oder vier Monate Intensivarbeit. Diese Zeit brauche ich, um Neues zu schaffen. Das ist mir wichtiger."

Selbst eine Oper zu schreiben schließt Boulez im NEWS-Gespräch nicht aus: "Derzeit nicht, aber vielleicht wird es in fünf Jahren anders sein. Ich bewundere Elfriede Jelinek, Peter Handke und Edward Bond sehr, aber ich möchte zuerst Musik für Orchester schreiben. Ich weiß schon, dass meine Musik theatralisch ist. Aber ich möchte nicht konventionell arbeiten. Ich bezweifle, dass ich in einem normalen Opernhaus mit Orchestergraben meine Oper so realisieren kann, wie ich will. Überhaupt hätte ich niemals in einem Opernbetrieb gearbeitet."

Am 12. Mai (Feiertag) ist Boulez mit Ferruccio Furlanetto Gast der von NEWS initiierten Künstlergespräche im Wiener Konzerthaus.

Die gesamte Story finden Sie im aktuellen NEWS!

9.5.2007 12:26