Freitag, 11. Mai 2007

Neues Count Basic-Album ist erschienen: Zwischen Österreich & New York, Jazz & Pop

  • 13 knackige 3-Minuten-Songs in rasanter 3/4 Stunde
  • "Love & Light" im Wiener Porgy & Bess präsentiert

Mit viel positiver Energie und einem ebensolchen Titel wartet das neue Album von Count Basic auf: "Love & Light" (Universal) ist erschienen. Der Longplayer wurde im Porgy & Bess präsentiert. Und die gute Stimmung soll anstecken: "Jeder braucht Erbauung", sagte Sängerin Kelli Sae. "In unserer Zeit, wo so viele versuchen, die Menschen zu manipulieren, brauchen wir etwas Echtes."

Die neue CD legt dementsprechend viel Wert auf handgemachte Musik und ist "sehr auf den Punkt" produziert, sagte Mastermind Peter Legat: 13 knackige Drei-Minuten-Songs in einer rasanten Dreiviertelstunde machen das neue Album - das fünfte in der 13-jährigen Geschichte von Count Basic - zu einem kurzweiligen Hörerlebnis. Vier Jahre hat sich die Formation Zeit gelassen für ihren neuen Longplayer - aber "so lange war das gar nicht", betont Legat. Dazwischen hat man anlässlich des Zehnjahres-Jubiläum eine Überblicks-Compilation ("First Decade 1994 - 2004") veröffentlicht und auch das Label gewechselt. "Ich habe nicht Daumen gedreht", so Legat.

Zwischen Österreich und New York
Entstanden ist das neue Album zwischen Österreich, wo der in Wien lebende Kärntner Legat arbeitet, und New York, wo Sae lebt. "Wir tauschen uns über Ideen auch elektronisch aus, für die wirkliche Arbeit kommen wir aber zusammen", schildert Sae.

Seit ihrem Debüt im Jahr 1994 mit "Life Think It Over" sind Count Basic neben Europa auch in den USA und Japan erfolgreich - was erwartet Legat vom neuen Album? "Da muss man realistisch sein", so der Musiker. "Das Business hat sich sehr verändert in den letzten Jahren". Für die neuen Songs sollen vermehrt Online-Vertriebswege genutzt werden. Auch angesichts der zunehmenden Entwertung von ganzen Alben in Relation zu einzelnen Songs durch Downloads setzt Count Basic auf den Gesamteindruck des Longplayers, der wieder eher Pop-orientierte Vocal-Tracks und jazzigere Instrumentals vermengt - zu einem Gesamteindruck, der Fans beider Musikrichtungen anziehen soll.

Zwischen Pop und Jazz
"Es ist wieder eine ziemliche Grätsche" zwischen Pop und Jazz, sagt Legat, "aber die hatten wir immer schon". Und diese Diskrepanz gibt es natürlich auch live - was für das Publikum zu Neuentdeckungen führen kann: "Beim Instrumentalteil in der Mitte hören die Leute aus dem Poppublikum, die sonst nicht in ein Jazzkonzert gehen würden, vielleicht erstmals ein richtiges Trompetensolo von einem Musiker, der das wirklich kann - das ist doch was!", so Legat. (apa/red)

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11.5.2007 16:38
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