Bahnbrechendes Projekt? HTL-Absolventen entwarfen Flugzeug-Antikollisionssystem
- Trio präsentiern Erfindung bei US-Jungforschermesse
- System soll Anschläge mit Flugzeugen verhindern

Ein gemeinsam entwickeltes Antikollisionssystem für Flugzeuge präsentieren drei Absolventen der HTBLA Eisenstadt bei der Jungforschermesse "INTEL ISEF - International Science and Engineering Fair" in Albuquerque, New Mexico (USA). Das von Thomas Weisz und Michael Kainz aus Wien und vom Oberösterreicher Stefan Richtfeld entwickelte System zählte im Vorjahr zu den Siegerprojekten beim Schulwettbewerb "Jugend Innovativ", der Preisträgern die Teilnahme bei renommierten internationalen Wettbewerben ermöglicht.
Im Rahmen der HTL-Matura im Vorjahr in Eisenstadt konnten die Schüler eine Diplomarbeit verfassen. Die Idee, ein System zu entwickeln, das Kollisionen beispielsweise mit Bergen und Gebäuden verhindern soll, sei damals vom Lehrer gekommen. "Wir drei haben uns dahintergeklemmt und haben das probiert", so Weisz.
Ein Gedanke dabei sei gewesen, damit Terroranschläge wie am 11. September 2001 zu verhindern. "Das System erkennt Gefahrensituationen selbstständig", erzählte Weisz. BATACS - Building and Terrain Anti Collision System - arbeitet unter anderem mit Flug- und Geländedaten und wurde für drei Typen von Gefahrensituationen entwickelt: Für den Sinkflug, beim Zufliegen beispielsweise auf ein Gebirge oder ein Bauwerk sowie als Mischform beider Varianten.
"Die Innovation ist, dass das System komplett selbstständig eingreift und das Flugzeug über das Gebäude hinweg leitet", beschreibt Weisz. Bei BATACS handle es sich vorerst noch um eine Projektstudie. Grund dafür sei, dass etwa rechtliche Aspekte für den Einsatz noch nicht geklärt sind. So müsse nach derzeitigen Vorschriften der Flugzeugführer einen Autopilot "übersteuern" und ihn somit korrigieren können.
Das zum Einsatz kommende Regelungssystem, das auf Grundsätzen der "Fuzzy Logic" basiert, lasse sich - unter Berücksichtigung von Größe, Geschwindigkeit, Triebwerksart und anderen Faktoren - im Prinzip auf jedes Flugzeug anwenden. An die 170 Stunden pro Mann hat das Trio bereits im Vorjahr in die Entwicklung investiert, mittlerweile seien es mehr als 300, so Weisz. (apa/red)
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