Gefährlicher als bisher bekannt: Snus erhöht Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs
- Risiko für Lungen- oder Mundkrebs nicht erhöht
Der in Schweden beliebte Kautabak Snus ist einer Studie zufolge gesundheitsschädlicher als bisher angenommen. Er erhöhe zwar nicht das Risiko für Lungen- und Mundkrebs, aber die Wahrscheinlichkeit, an Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken, wie eine in der neuen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins "The Lancet" veröffentlichte Studie ergab.
Schwedische Epidemiologen stellten bei einer Langzeituntersuchung von 280.000 Anlagenbauern fest, dass die Schnupftabaknutzer im Vergleich zu Nichtrauchern ein doppelt so hohes Risiko hätten, an Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken.
Snus wird unter der Oberlippe befestigt. Alle EU-Länder bis auf Schweden haben die Tabaksorte wegen ihres Gesundheitsrisikos verboten. Kautabak gilt landläufig als die weniger schädliche Alternative zum Zigarettenrauchen. Ihre Ergebnisse stünden im Gegensatz zu bisherigen Annahmen über die Harmlosigkeit, betonten die Wissenschafter. Sie forderten, Kautabak zu den Risikofaktoren für Krebs hinzuzufügen.
Im Vergleich zu Nichtrauchern hätten Kautabakkonsumenten dasselbe Risiko, an Mundkrebs zu erkranken und ein leicht niedrigeres bei der Anfälligkeit für Lungenkrebs. Bei Rauchern läge die Wahrscheinlichkeit, an Lungenkrebs zu erkranken, um ein Zehnfaches höher als bei Nichtrauchern, bei Mundkrebs sei sie doppelt so hoch. (apa)
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