Profitable Tipps für Ihr Vermögen im neuen
FORMAT: Private Banker verraten Strategien
- Umsetzbar für Privatanleger mit kleinen Summen
- Europaaktien: Rund 19 % Rendite in letzten 3 Jahren
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Geldtipp der Woche
Rabatte aushandeln statt Groscherl fuchsen
Acht noble Private Banker verraten, was sie jetzt ihrer wohlhabenden Klientel empfehlen. Die Strategien sind auch von Privatanlegern mit kleinen Summen umsetzbar.
Die gut betuchte Kundschaft der Private Banker hat in den letzten Monaten öfters Grund zu feiern. Weil die Börsen in den vergangenen Wochen gleich in Serie neue Höchststände vermelden, lesen sich manche Depotauszüge wie mit Gold umrandet. So haben Europaaktien in den vergangenen drei Jahren eine durchschnittliche Jahresrendite von 19 Prozent abgeworfen, Österreichaktien sogar knapp 40 Prozent per annum. Auch die ersten vier Monate 2007 lassen sich überaus erfreulich an - so stiegen zum Beispiel die Kurse an der Börse Wien um 12 Prozent. Allerdings sind die Zeiten nicht nur rosig. Das Rückgrat der meisten Kundendepots, die sicheren Anleihen, hat zuletzt praktisch keine Erträge abgeworfen. Manfred Huber, Vorstand der Wiener Euram-Bank: "Seit Ende 2005 hat der Index der Euro-Staatsanleihen eine negative Performance."
Weil der Mut zum Risiko in den vergangenen Jahren reichlich belohnt wurde, überlegen jetzt viele Anleger, eine offensivere Anlagestrategie zu fahren. Doch ist das jetzt der richtige Zeitpunkt, oder sollte man nicht lieber umgekehrt Gewinne in Sicherheit bringen? FORMAT befragte acht Private Banker nach den Tipps, die sie jetzt ihrer feinen Klientel geben. Die Ratschläge sind auch für Anleger interessant, die noch keine sechsstelligen Summen zu veranlagen haben - viele Produkte, die die Private Banker einsetzen, sind schon ab 100 Euro erwerbbar.
Kaufen oder verkaufen?
Die Antworten der Experten unterscheiden sich naturgemäß. So rät Euram-Banker Huber, jetzt das Aktiengewicht schon deutlich zu reduzieren. Auch Gutmann-Anlageexperte Friedrich Strasser hält die Luft in einigen Bereichen schon für "ziemlich dünn". Strassers Ratschlag: "Wir empfehlen, jetzt in solide europäische Blue Chips umzusteigen". Wolfgang Matejka, Chefinvestor der Meinl Bank, sieht ebenfalls Grund zur Vorsicht: "Die Kurs-Gewinn-Verhältnisse sehen ja noch recht attraktiv aus. Bei vielen Unternehmen bleiben aber andere Bilanzwerte wie der Cashflow zurück. Hohe Börsengewinne sind zuletzt primär durch Übernahmefantasie bedingt."
M&A-Bank-Vorstand Peter Scheithauer rät Aktieninvestoren trotz des grundsätzlich positiven Börsenbildes aus Vorsichtsgründen zu einer erhöhten Cashquote: "Das dient nicht nur zur Absicherung, sondern man hat auch Mittel frei, wenn sich besondere Gelegenheiten bieten."
Deutlich optimistischer ist Schoellerbank-Vorstand Heinz Mayer, der an eine weitere Börsenhausse glaubt: "Ich kann noch keine Zeichen der Übertreibung erkennen. Aktien sind nach wie vor günstig bewertet." Allerdings empfiehlt auch Mayer vorsichtigen Klienten Produkte mit Sicherheitsnetz: "Bei unserem neuen GlobalGarant sind Anleger bis zum Jahr 2012 ohne Limit nach oben am Anstieg der Weltbörsen beteiligt."
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