"Haben ein brauchbares Konzept": Stronach
bestätigt Angebot von Magna für Chrysler
- Austro-Kanadier: Daimler soll aber beteiligt bleiben

·Deripaska steigt bei
Stronachs Magna ein
Russischer Oligarch gibt 1,1 Milliarden Euro aus
·NEU: Österreichs große Autobörse!
Online: Preiswerte Autos und Motorräder finden!
·Immer top-aktuell: Börsenkurse LIVE
ATX, DAX & Co - Laufend aktuelle Kurswerte
Der Magna-Konzern hat offiziell sein Interesse an einer Übernahme des US-Autokonzerns Chrysler bestätigt. Unmittelbar vor dem Einstieg des russischen Oligarchen Oleg Deripaska bei Magna erklärte der Austro-Kanadier Frank Stronach in Toronto, dass sein Konzern ein Angebot für die US-Sparte des deutsch-amerikanischen DaimlerChrysler-Konzerns legen wolle.
"Finanziell haben wir ein brauchbares Konzept", sagte Stronach nach mehreren übereinstimmenden Medienberichten aus Übersee am Abend nach der Jahresversammlung seines Unterhaltungskonzerns Magna Entertainment. Magna habe neben seinem Finanzpartner Onex auch Banken aufgestellt, die das Angebot unterstützen würden, und sei auch noch offen für weitere Investoren. Außerdem forderte er Daimler auf, mit einem Anteil an Chrysler beteiligt zu bleiben.
Auch die US-Gewerkschaften haben sich laut Detroite News bereits für den Einstieg von Magna ausgesprochen. Neben Magna sind auch der US-Investment-Fonds Blackstone und der neue amerikanische BAWAG-Eigentümer Cerberus interessiert. Darüber hinaus hat auch der amerikanische Milliardär Kirk Kerkorian über seine Investmentfirma Tracinda in einem Brief an DaimlerChrysler-Chef Dieter Zetsche ein Angebot von 4,5 Mrd. US-Dollar (3,32 Mrd. Euro) in bar in Aussicht gestellt.
Chrysler hatte im vergangenen Jahr 680 Mio. Dollar (502 Mio. Euro) Verluste eingefahren. Das Unternehmen steht vor der Schließung mehrerer Werke in den USA und will laut Angaben von Februar bis 2009 rund 13.000 Jobs streichen. Stronach erklärte dazu, er wolle Arbeitsplätze retten und den Mitarbeitern eine Art Gewinn-Beteiligung anbieten. (apa/red)

