Vorerst keine neuen Regeln: EU-Minister
werden Hedge-Fonds noch nicht antasten
- Molterer: Verhaltenskodex derzeit nicht notwendig
In ihrem Bemühen um einen Verhaltenscodex für Hedge-Fonds hat die deutsche Ratspräsidentschaft beim EU- Finanzministertreffen keine greifbaren Fortschritte erzielt. In ihrer Abschlusserklärung betonten die 27 Minister lediglich die mit den Geschäften von Hedgefonds verbundenen Risiken und riefen Kreditgeber und Anleger auf, "wachsam zu bleiben".
Großbritannien und andere EU-Staaten haben offenbar Zweifel, ob der vom deutschen Finanzminister Peer Steinbrück gewünschte Verhaltenscodex notwendig ist.
Steinbrück äußerte sich nach dem Treffen in Brüssel dennoch zuversichtlich, sein Ziel bis zum Jahresende zu erreichen. Die Erklärung der Finanzminister nannte er "eine gute Grundlage für weitere Beratungen" innerhalb der Gruppe der führenden Industriestaaten (G-7).
Auch Finanzminister Molterer hält einen Verhaltenskodex "aus jetziger Sicht" nicht für notwendig. Grundsätzlich seien freiwillige Verhaltensregeln der Fonds "sehr sinnvoll", die Frage sei allerdings, auf welcher Ebene diese geschaffen würden.
Eine stärkere gesetzliche Regelung der hochriskanten Hedge-Fonds in Österreich ist aus Sicht Molterers ebenfalls nicht nötig. Auch der zuständige EU-Kommissar Charlie McCreevy bekräftigte seine ablehnende Haltung gegenüber Gesetzen.
(apa/red)

