Montag, 7. Mai 2007

Heimischer Konjunkturaufschwung gewinnt an Dynamik: Wegen starker Exportnachfrage

  • Zusätzliche Investitionen in Maschinen, Fahrzeugen
  • Größter Wachstums-Beitrag: Sachgütererzeugung

Mit dem im Vorjahr erzielten Wirtschaftswachstum von 3,2 Prozent ist die Phase der verhaltenen Konjunktur in Österreich überwunden. Angetrieben von starker Exportnachfrage entwickelte sich vor allem die Sachgütererzeugung günstig, was zusätzliche Investitionen in Maschinen, Fahrzeuge und Elektrogeräte auslöste. Auch die Bautätigkeit war kräftig, so das Wirtschaftsforschungsinstitut.

Zum kräftigen Wachstum der heimischen Wirtschaft leistete die Sachgütererzeugung den größten Beitrag. Die Wertschöpfung überstieg den Vorjahreswert real um 7,5 Prozent - die höchste Rate seit Jahren. Die Industrieproduktion wurde vor allem von der lebhaften Auslandsnachfrage getragen. Die Ausfuhr von Gütern übertraf das Vorjahresergebnis real um 10,2 Prozent. Darin spiegelt sich primär das starke Wachstum auf den ausländischen Märkten, insbesondere in den Erdöl exportierenden Ländern, in Asien und Nordamerika sowie den zwölf neuen EU-Ländern.

Auch in der Bauwirtschaft wuchs die Wertschöpfung 2006 kräftig (real knapp plus fünf Prozent gegenüber 2005). Während der Schienen- und Straßenbau schon länger expandiert, wurde nun auch die Produktion im Wohnbau und im Industriebau merklich ausgeweitet. Zurückzuführen ist die gute Baukonjunktur laut Wifo auf günstige Finanzierungsbedingungen, eine höhere Nachfrage der ausgegliederten Bereiche der öffentlichen Hand, auf das Bevölkerungswachstum und die Steigerung der Unternehmensinvestitionen.

Viele Branchen des Dienstleistungssektors - vor allem der Handel - entwickelten sich im Vorjahr aber weiterhin verhalten, so das Wifo. Diese hängen stärker von der gedämpften Konsumnachfrage der privaten Haushalte ab als vom kräftig expandierenden Export. Besonders der Handel leidet unter der Konsumschwäche. Seine Wertschöpfung erhöhte sich im Jahr 2006 real um nur 1,3 Prozent.

(apa/red)

7.5.2007 10:59