Kanada und Finnland stehen im Halbfinale: Hochkarätiger Kampf um die Final-Tickets
- Canucks nach Sieg über Schweiz gegen Schweden
- Finnen biegen USA nach packendem Penaltyschießen
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Ein tolles Viertelfinale und der nächste Gegner bei der Heim-WM ließen Russlands Eishockey-Fans kalt: Vor leeren Rängen hat Finnland in Moskau erst nach Penaltyschießen mit 5:4 (1:0,3:3,0:1) über die USA die Vorschlussrunde gegen den Gastgeber und Nachbarn am Samstag (13:15 Uhr) erreicht. Die Amerikaner verpassten gegen den Olympia-Zweiten damit hauchdünn die Revanche für das Viertelfinal-Olympia-Aus im Februar 2006 in Turin.
Zuvor wetzte Rekordweltmeister Kanada eine Scharte von Olympia aus und revanchierte sich gegen die Schweiz mit 5:1 (1:0,2:1,2:0) für das 0:2 bei den Winterspielen. Der 23fache Champion trifft im Gipfeltreffen am Samstag (17:15 Uhr) wie im Vorjahr in Riga auf Titelverteidiger und Olympiasieger Schweden.
Ein spektakuläres Spiel, das mehr als nur 3.000 Zuschauer verdient gehabt hätte, boten Finnen und Amerikaner. Erst als Jere Lehtinen als insgesamt zehnter Schütze im Penaltyschießen als erster Schütze traf, war die Entscheidung gefallen. In der regulären Spielzeit brachten Tuomo Ruutu (18.), Pekka Saravo (25.), Jari Viuhklola (31.) und Tomi Kallio (36.) die Finnen vier Mal in Führung. Tobias Petersen (21.) in Unterzahl, Tyler Arnason (28.), Lee Stempniak (35.) mit seinem sechsten WM-Tor und Andrew Hutchinson (55.) glichen jeweils aus. Zach Parise (63.) traf in der Verlängerung für die USA nur den Pfosten.
Die Schweizer kamen vor nur rund 1.500 Zuschauern in der 14.000 Menschen fassenden Chodynka-Arena nie in die Nähe einer neuerlichen Sensation. Matthew Lombardi (16./47.) mit seinen WM-Toren fünf und sechs, Jamal Mayers (30.), Kanadas Star Rick Nash (35.) und Shea Weber (58.) schossen die weiteren Treffer des Favoriten. Zum 2:1 verkürzte der gebürtige Kanadier Paul di Pietro. Der von der NHL große Kulissen gewohnte Nash gab zu: "Es ist nicht sehr inspirierend, in einer solchen Atmosphäre zu spielen."
Der Schweizer Trainer Ralph Krueger kritisierte die mangelnde Disziplin seiner Schützlinge, die zu oft auf der Strafbank saßen. Der daheim nach mageren Leistungen während der WM in die Kritik geratene Krueger zeigte sich mit Platz acht jedoch zufrieden und sitzt weiter fest im Sattel.
(apa/red)
