"Eine absolute Schande": Getafe demütigt Barcelona Star-Kicker im Cup-Halbfinale!
- Aus nach 0:4-Debakel: Ende einer Ära vermutet
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Fassungslose Starkicker des FC Barcelona zierten die Titelblätter der spanischen Gazetten, das 0:4-Debakel im spanischen Cup-Halbfinale gegen den Madrider Vorstadtverein Getafe war eine der größten Demütigungen in der stolzen Klubgeschichte der Katalanen. "Es gibt keine Entschuldigungen", stellte Barca-Coach Frank Rijkaard klar, nachdem Ronaldinho und Co. ordentlich unter die Räder gekommen waren und den 5:2-Vorsprung aus dem Hinspiel verjuxt hatten.
Die spanische und vor allem die katalonische Presse ging dementsprechend hart mit der Startruppe ins Gericht. "Das riecht nach dem Ende einer Ära", titelte "Sport". "Eine absolute Schande. Das war ein unentschuldbarer, unerklärlicher und peinlicher Schiffbruch", urteilte "La Vanguardia" und meinte weiter: "Nachdem man im UEFA-Super-Cup demoliert, im Weltcup überrascht und auch in der Champions League verabschiedet wurde, hat Barca einen weiteren Titel weggeschmissen. Und zwar in selbstzerstörerischer Art und Weise."
Die spanischen Blätter vermuten nun einen ähnlichen Untergang wie jenen, den vor einigen Jahren die als "Galaktischen" gepriesenen Erzrivalen von Real Madrid unter Präsident Florentino Perez erleben mussten.
Es wird über Gruppenbildung in der Barca-Kabine berichtet, zudem werden nun die sommerlichen Promotion-Touren sowie ein Kurzausflug für ein Freundschaftsspiel nach Ägypten hart kritisiert. Außerdem wird spekuliert, dass die Zeit von Coach Rijkaard sowie einiger Starspieler in Barcelona abgelaufen sein könnte.
"Wir haben da draußen massiv gelitten und dürfen uns über das Ergebnis nicht beschweren. Getafe hat verdient gewonnen und wir müssen ihnen dazu gratulieren", gestand Rijkaard, der keinen Hehl daraus machte, dass das einer der schwärzesten Fußball-Abende seiner Karriere war. "Ich muss als Trainer meinen Teil der Verantwortung dafür auf mich nehmen. Und ich muss die Barcelona-Fans um Verzeihung bitten."
Trotz des klaren Vorsprungs aus dem Hinspiel wurde der 24fache Cupsieger Barca von den bis in die Haarspitzen motivierten Hausherren von der ersten Minute an niedergekämpft, aber auch spielerisch düpiert. Francisco Casquero und Daniel Guiza trafen für die Truppe von Coach Bernd Schuster vor der Pause, weitere Treffer durch Angel Vivar Dorado und Guiza stürzten dann das nur 17.000 Fans fassende Coliseo-Stadion endgültig in Ekstase.
"Heute hat man wieder gesehen, wie schön Fußball sein kann", jubelte Ex-Barcelona-Spieler Schuster nach Schlusspfiff. "Wir waren einfach fantastisch. Wir haben uns den Aufstieg verdient, ich freue mich für die Spieler und Fans", so der Deutsche, der vor der Partie mehrmals auf die Aufstiegschance seiner Truppe verwiesen hatte.
Sein Team trifft nun im Madrider Bernabeu-Stadion im Finale auf FC Sevilla. Da sich Finalgegner Sevilla mit höchster Wahrscheinlichkeit für die Champions League qualifizieren wird, darf sich Getafe als Cupfinalist bereits so gut wie sicher über die erste Europacup-Teilnahme freuen.
Dass sich die Schmach für Barca auch auf das spannende Finale in der Primera Division auswirken könnte, bestreitet Rijkaard gar nicht. "Getafe hat uns von der ersten Minute an gewarnt, aber wir waren unfähig zu reagieren. Das zu verdauen, wird sehr schwierig. Es gibt Niederlagen und Niederlagen. Und diese Niederlage war eine sehr bittere Sensation für uns. Der Sport ist voll mit schwierigen Momenten, wir müssen jetzt mit aller Macht versuchen, die Saison mit Stolz zu beenden."
(apa/red)
