LASK feiert Meisterparty mit Sieg über Austria Lustenau: Ivica Vastic Matchwinner
- Admira nach 0:2 gegen Schwanenstadt drittklassig
- Kapfenberg nach Niederlage in Lustenau vor Abstieg

·Tabelle: So steht
es in der Erste Liga
Punkte und Ergebnisse der Saison 2010/2011
·Von der Sanierung bis zum Austieg
Linzer LASK überlebte einige existenzielle Krisen
·Steckbrief des Liga-Aufsteigers LASK
Linzer waren schon acht Mal im UEFA-Cup dabei
Der LASK Linz hat seinen Meistertitel in der Red Zac Ersten Liga bei strömendem Regen vor 5.800 Zuschauern mit einem verdienten 3:2-Sieg gegen den SC Austria Lustenau gefeiert. Die Linzer, die als Aufsteiger in die Bundesliga feststehen und nach dem Spiel den Meisterteller erhielten, siegten dank Freistoß-Toren von Topscorer Vastic (1., 82.) und eines Treffers von Mijatovic (25.). Für Lustenau besorgten Thiago (54.) und Sobkova (88.) jeweils nur den Anschlusstreffer.
Dabei gelten die Vorarlberger seit längerem als Angstgegner des LASK. In der Red Zac Liga landeten die Linzer bei acht Remis und zwölf Niederlagen erst ihren dritten Sieg gegen Lustenau, den ersten seit dem 9. November 2002 (3:2 in Lustenau). Zuletzt hatte der LASK in sechs Spielen gegen Lustenau kein einziges Tor erzielt. Dass das bei der Meisterparty nicht passierte, dafür sorgte Vastic bereits in der ersten Minute per abgefälschtem Freistoß.
Der LASK dominierte die erste Hälfte, kam nach schöner Kombination über Klein (Ferse) und Panis durch Mijatovic zum verdienten 2:0. Erst nach der Pause schaltete der Meister einen Gang zurück. Die Hintermannschaft glaubte das Spiel in der 54. Minute abgepfiffen, Thiago nahm das Geschenk dankend an. Nachdem Vastic, der als bester Spieler der Saison ausgezeichnet wurde, erneut aus einem ruhenden Ball - diesmal nicht abgefälscht - sein 21. Saisontor erzielt hatte, traf der drei Minuten zuvor eingewechselt Sobkova noch zum Endstand (88.).
Admira steigt ab
Die Admira ist - sportlich zumindest - abgestiegen, marschierte auf dem schnellsten Weg von der Bundesliga in die drittklassige Regionalliga, was rein leistungsmäßig vorher noch keinem Klub "gelungen war". Das 0:2 in der drittletzten Runde gegen den wahrscheinlichen Vizemeister Schwanenstadt gehört zwar unter die Rubrik "unglücklich", doch fehlende Abschlussstärke seitens der Niederösterreicher war nicht zu übersehen. Im Gegenzug zu den ersatzgeschwächten Gästen, die vor der Pause mit zwei Möglichkeiten (die zweite als Geschenk von Fürthaler) zu ihrem neunten Auswärtssieg nützten, während die Admiraner zum achten Mal in der Südstadt verloren und ein einziges ihrer jüngsten 15 Spiele gewonnen haben.
Randjelovic (11./Stangenköpfler), Fehlschüsse von Koller (11./14.30.) und Morgenthaler (Nachspielzeit) waren die Chancen der Hausherren vor Seitenwechsel, die Tore schossen die anderen. In der 21. Minute traf Milojevic aus rund elf Metern Entfernung flach zum 0:1, dann bedankte sich Bammer für einen total verunglückten Rückpass von Fürthaler und erzielte das 0:2 (44.).
Nach der Pause blieb der erwartete Sturmlauf der Admiraner aus, sie waren kein einziges Mal wirklich gefährlich, hatten sogar Glück, als Bammer die Stange (61.), Mössner die Latte (69.) traf. Für Trainer Ernst Baumeister kam das Abschneiden seiner Schützlinge nicht überraschend. "Es fehlt einfach die Klasse. Heute haben sie alles gegeben, hätten zur Pause 3:0,4:0 führen können und liegen 0:2, das erste Tor aus dem Nichts, das zweite als Geschenk, zurück", so der Trainer.
Kapfenberg vor Abstieg
Der FC Lustenau hat den SV Kapfenberg mit 2:1 (1:1) bezwungen und den Obersteirern damit wohl den Klassenerhalt vereitelt. Bei noch zwei zu spielenden Runden hat Kapfenberg fünf Punkte Rückstand auf den neunten Tabellenrang, der den Verbleib in der Ersten Liga sichert. Die Kapfenberger kassierten im Reichshofstadion ihre zwölfte Auswärts-Niederlage in dieser Saison.
Die Gastgeber erzielten früh den Führungstreffer, als Trailovic in der achten Minute ein ideales Zuspiel von De Oliveira zu seinem zweiten Saisontor verwandelte. Kapfenberg reagierte mit druckvollem Spiel. Zunächst kamen die Obersteirer zu einer guten Chance bei einem Schuss von Lienhart (11.). In der 15. Minute fiel dann der Ausgleich. Ein Stellungsfehler von Harun Erbek ermöglichte Wieger einen Pass von rechts auf Sencar, der zum 1:1-Pausenstand einnetzte.
In der zweiten Hälfte ergaben sich zunächst auf beiden Seiten keine nennenswerten Chancen. Drei Minuten vor Schluss vergaben die Gäste den wertvollen Punkt schließlich selbst. Saler sorgte per Kopf-Eigentor für das 2:1 und den ersten Erfolg für Lustenau nach zuvor sieben sieglosen Runden.
Gratkorn neuer Vierter
Der FC Gratkorn hat mit einem 2:0-Heimerfolg über den FC Kärnten den Sprung auf den vierten Tabellenrang geschafft. Nach einer schwachen ersten Spielhälfte von beiden Teams sorgten Brauneis (46.) und Panagiotopoulos (51.) innerhalb von nur sechs Minuten nach dem Seitenwechsel für die Entscheidung zu Gunsten der Steirer. Die um einen Platz auf den siebenten Tabellenrang abgerutschten Kärntner bleiben im Frühjahr damit weiter sieglos.
Gratkorn fuhr vor 750 Zuschauern einen auf Grund der zweiten Spielhälfte verdienten Sieg ein. Brauneis sorgte unmittelbar nach Seitenwechsel nach einem missglückten Querpass von Zakany für das 1:0 (46.), sein Sturmpartner Panagiotopoulos kurz darauf für die Entscheidung. Nach einer weiten Flanke von Rene Gsellmann knallte der allein gelassene Belgier, der bereits in den ersten 45 Minuten zwei Möglichkeiten ausgelassen hatte (9., 35.), unter die Latte (51.).
Leoben besiegt Parndorf
DSV Leoben hat mit einem 1:0-Erfolg über Parndorf den dritten Endrang in der Red Zac-Erste Liga vorzeitig abgesichert. Mit sieben Punkten Vorsprung auf Gratkorn sind die Steirer in den letzten zwei Runden nicht mehr zu verdrängen. Schütze des einzigen Treffers war Hüttenbrenner (60.), der den guten Keeper Markl mit einem Schuss ins lange Eck bezwang.
DSV hatte schon vor dem Wechsel durch Hüttenbrenner (Markl parierte zum Corner) und gleich anschließend durch Früstük (45.) zwei gute Chancen, der Treffer gelang aber erst eine halbe Stunde vor Schluss. Der Sieg war verdient, denn in den zweiten 45 Minuten waren die Gastgeber überlegen und stießen gefährlich über die Flanken vor. Parndorf agierte defensiv und hatte nur nach Kontern (durch den schnellen Prenner) einige Möglichkeiten.
Hartberg muss wieder in Regionalliga
Die Austria ist fast schon gerettet, während der Aufsteiger Hartberg wieder in die dritte Leistungsstufe zurück muss. Mit dem 2:1 revanchierten sich die Wiener, die nun zwei Runden vor Schluss fünf Punkte vor Kapfenberg liegen, zumindest zur Hälfte für ihre zwei Saison-Niederlagen gegen die Hartberger, die im Herbst mit dem 1:0 in Wien ihren einzigen Auswärtssieg gefeiert hatten.
Nach Möglichkeiten für beide Seiten Okotie (6./Stangenköpfler), Grünwald, Dimic und Schragner bzw. Engleder/Chkhetiani und Falk/Chkhetiani vor der Pause schlugen die Hausherren nach Seitenwechsel innerhalb von knapp zehn Minuten zwei Mal zu. Zunächst gelang Ramsebner nach Corner von Aigner mit dem Kopf sein erstes Tor (54.), dann war Schragner über Umwegen nach einem Freistoß im zweiten Versuch erfolgreich (63.). Den Hartbergern glückte durch den eingewechselten Nego Da Silva nach einem Corner aus kurzer Distanz zwar noch das 1:2 (78.), die Austria war dem dritten Tor (Okotie, Dimic) aber näher als den Steirern der Ausgleich.
(apa/red)
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