F1-Teamchefs legen sich in Titelfragen nicht fest: Nur Howett setzt auf Räikkönen
- Haug: "Hauptsache der Weltmeister hat einen Stern"
- Theissen: "Es schaut nach Ferrari oder McLaren aus"

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Die Formel-1-Teamchefs tappen in der Titelfrage im Dunkeln. In einer Umfrage legte sich lediglich Toyota- Teampräsident John Howett auf den finnischen Ferrari-Fahrer Kimi Räikkönen fest. Der Großteil aber wollte angesichts des packenden Kampfes um die WM-Krone keine Namen nennen. "Derzeit schaut es nach einem Fahrer von Ferrari oder McLaren-Mercedes aus", sagte BMW-Motorsportchef Mario Theissen vor dem Großen Preis von Spanien.
Theissen hat seinen eigenen Piloten Nick Heidfeld im BMW-Sauber als besten deutschen Fahrer offenbar in diesem Jahr noch nicht ganz oben auf der Rechnung. Sein Kollege Aguri Suzuki vom Team Super Aguri dagegen glaubt an "Quick Nick": "Von den derzeitigen Leistungen aus gesehen, wird es ein enger Kampf zwischen den aktuellen Top 5 sein."
Vor dem 4. von 17 WM-Läufen führt Titelverteidiger Fernando Alonso in seinem McLaren-Mercedes punktgleich (22) mit Stallrivale Lewis Hamilton und Räikkönen das Feld an. Hinzu kommen die beiden Verfolger Felipe Massa (17) im zweiten Ferrari und der Deutsche Heidfeld (15).
Räikkönen (GP von Australien) und Massa (GP von Bahrain) fuhren bereits zwei Siege für Ferrari ein. Alonso will bei seinem Heimrennen - angefeuert von der Rekordkulisse von 145.000 Zuschauern - seinen Vorjahreserfolg wiederholen und zum zweiten Mal in dieser Saison auf dem obersten Treppchen stehen. Denn am Ende soll der Titel-Hattrick stehen. "Hauptsache, der Weltmeister hat einen Stern auf der Fahrzeugnase", meinte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug, ohne sich auf einen seiner beiden Top-Piloten festzulegen.
Auch Ex-Formel-1-Pilot und Toro-Rosso-Teilhaber Gerhard Berger sieht mittlerweile nicht nur in Alonso und Räikkönen die Titelkandidaten Nummer 1. "Es sieht nun danach aus, dass deren Teamkollegen Hamilton und Massa sowohl bemüht als auch fähig genug sind, einen echten Kampf daraus zu machen", sagte Berger. Red-Bull-Teamchef Christian Horner rechnet dagegen am Ende mit einem Zweikampf: "Kimi oder Fernando werden in diesem Jahr die WM gewinnen, aber es ist zu eng, um sich festzulegen."
Und dass es auch bis zum Ende der Saison knapp zugehen wird, darin waren sich sich fast alle einig, auch wenn Ferrari und Renault sich nicht äußerten. "Der Kampf wird bis zum Ende so eng bleiben wie jetzt", meinte Colin Kolles vom Team Spyker. "Für die Fans hoffen wir, dass der Titelkampf mit einigen großartigen Rennen bis zum Saisonende andauert", pflichtete Nick Fry von Honda bei.
(apa/red)
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