"War nie in Todesgefahr": Maradona trat nach Klinikaufenthalt gleich in TV-Show auf
- "Ich weiß nicht, warum mich jeder tot sehen will"
- Fußballstar wurde in psychiatrischer Klinik behandelt

Der suchtkranke frühere argentinische Fußballstar Diego Maradona ist nach der Entlassung aus einer psychiatrischen Klinik schon wieder im Fernsehen aufgetreten. Er habe zeitweise wohl zu viel Alkohol getrunken, und es sei ihm "richtig schlecht" gegangen, gestand er in der Sendung "ShowMatch". "Aber ich war nie in Todesgefahr, und ich will leben", bekräftigte der 46-Jährige.
Für die während der Erkrankung aufgekommenen Gerüchte über seinen angeblichen Tod machte Maradona die Regierung verantwortlich. Er werde die Schuldigen verfolgen, notfalls sogar Präsident Nestor Kirchner. "Ich weiß wirklich nicht, warum mich jeder tot sehen will", sagte Maradona, der aufgedunsen wirkte und mit schwerer Zunge sprach.
Über die zwei Wochen in der psychiatrischen Klinik "Avril" in Buenos Aires verlor er kein gutes Wort. "Ich kann das niemandem empfehlen. Dort ist es schlimm, man bezahlt da teuer für seine Sünden, sehr teuer", sagte er. Jetzt trinke er aber nur noch Saft, und Kokain habe er schon seit zweieinhalb Jahren nicht mehr genommen, beteuerte er unter dem Applaus der Zuschauer. Auf die Frage, ob er nun endlich in ruhigeres Fahrwasser steuere und seine Gesundheit schonen werde, antwortete er nur: "So Gott will."
Er wolle seinen beiden Töchtern endlich ein guter Vater und "ein Vorbild" sein, meinte Maradona, der den Tränen nahe zu sein schien. "Wenn ich kein Kokain genommen hätte, stell dir vor, was für ein Spieler ich dann gewesen wäre", scherzte Maradona, der als einer der besten Fußballspieler aller Zeiten gilt. (apa/red)
