Olmert sah keine andere Option im Libanon:
U-Ausschuss veröffentlichte jetzt Protokoll
- Premier war überzeugt von einem Hisbollah-Angriff
- Perez habe mit Kriegsdauer von 14 Tagen gerechnet
·Israel will "gezielte Tötungen" verstärken
Neuestes Mittel gegen militante Palästinenser
·Olmert: Sah nur die
eine Option im Libanon
Untersuchungsausschuss
veröffentlichte Protokoll
·Rückendeckung für Olmert aus der Partei
Israel: Mehrheit hält trotz
Krise zu Ministerpräsident
·Libanon-Krieg: Kritik an Olmerts Führung
Vorwürfe massiver als erwartet: "Konzeptlos!"

Der israelische Regierungschef Ehud Olmert hat vor dem Untersuchungsausschuss zum Libanon-Krieg des vergangenen Jahres erklärt, dass er damals keine andere Option als sofortige Luftangriffe gesehen habe. Er sei überzeugt gewesen, dass die libanesische Hisbollah-Miliz nach der Eskalation im Grenzgebiet den Norden Israels mit Raketen angreifen würde, heißt es in dem veröffentlichten Protokoll des Ausschusses.
"Ich denke nicht, dass es irgendeine andere Option gab, als von der ersten Minute an zu handeln", sagte Olmert gegenüber dem Ausschuss. Verteidigungsminister Amir Peretz erklärte in seiner Aussage, dass er mit einer Kriegsdauer von zehn bis 14 Tagen gerechnet habe. Tatsächlich wurde der Libanon-Krieg 2006 erst nach 34 Tagen mit einem Waffenstillstand beendet. Auslöser war am 12. Juli ein Überfall der Hisbollah, bei dem drei israelische Soldaten getötet und zwei gefangen genommen wurden.
Die Ergebnisse des Untersuchungsberichts haben Olmert massiv unter Druck gesetzt. Der Ministerpräsident wies jedoch alle Forderungen nach einem Rücktritt zurück.
(apa/red)
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