Fünf Wochen in Gefangenschaft verbracht: Taliban lassen französische Geisel frei
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Die afghanischen Taliban haben eine französische Geisel nach fünfwöchiger Gefangenschaft freigelassen. Die Entscheidung sei als Geste gegenüber dem künftigen französischen Präsidenten Sarkozy gedacht, sagte ein Sprecher der radikal- muslimischen Gruppe. "Der Rat der Taliban hat dies beschlossen, weil der neu gewählte Präsident gesagt hat, Frankreich werde einen Abzug seiner Truppen erwägen."
Frankreichs Außenminister Douste-Blazy bestätigte die Freilassung von Eric Damfreville, einem Mitarbeiter der Hilfsorganisation "Terre d'Enfance". Den Taliban zufolge wurde die Geisel in der südlichen Provinz Kandahar an einheimische Stammesälteste überstellt. Diese hätten den Mann an das Internationale Komitee vom Roten Kreuz übergeben. Der Sprecher sagte nichts über das Schicksal der drei Afghanen, die sich noch in ihrer Gewalt befinden.
Damfreville war Anfang April mit den drei afghanischen Begleitern sowie einer französischen Kollegin verschleppt worden. Die Frau wurde Ende April freigelassen. Die Geiselnehmer hatten einen Abzug der etwa 1.100 französischen Soldaten aus Afghanistan und die Freilassung inhaftierter Taliban-Mitglieder gefordert. Andernfalls würden die Geiseln getötet.
Die Extremisten hatten ihre Frist zur Erfüllung der Forderungen wiederholt wegen der Präsidentenwahl in Frankreich verschoben. Sarkozy habe dringende innenpolitische Angelegenheiten zu regeln, erklärten sie. Ursprünglich hätte die Frist in der Nacht vor der Stichwahl um das Präsidentenamt ablaufen sollen.
(apa/red)
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