Mickey Mouse wirbt in Hamas-Sender für Jihad: Aufruf zur Befreiung Jerusalems
- "Farfour" wirbt für Kampf gegen Israel und die USA
- "Wir werden Islam seine frühere Größe zurückgeben"

Eine Walt Disneys Mickey Mouse nachempfundene Figur namens "Farfour" wirbt in einem Fernsehsender der radikalislamischen Palästinenserbewegung Hamas bei Kindern für den Kampf gegen die USA und Israel sowie für den Heiligen Krieg im Namen des Islam.
"Farfour" ("Schmetterling") tritt jeden Freitag im Al-Aqsa-TV auf, das von der Palästinenserregierung führenden Hamas betrieben wird. "Wir werden der islamischen Gemeinschaft ihre frühere Größe zurückgeben und Jerusalem befreien", verkündet etwa Farfour mit quiekender Stimme. "So Gott will, werden wir auch den Irak und alle muslimischen Länder befreien, in die die Mörder eingedrungen sind."
Während der Sendung können Kinder anrufen. Meist singen sie Hamas-Lieder, in denen zum Kampf gegen Israel aufgerufen wird. Israel hat seit langem beklagt, dass die Funkwellen der Palästinenser zu Hass und Terror aufstacheln. Die israelische Medienbeobachtungsorganisation Palestinian Media Watch, berichtete, der Mickey-Mouse-Verschnitt in Al-Aqsa-TV nutze jede Gelegenheit, um jugendlichen Zusehern die Überlegenheit des Islam, den Hass gegen die USA und Israel sowie die Unterstützung des "Widerstandes" einzutrichtern.
Ein Hamas-Führer im Gazastreifen, Yehia Moussa, wies die Vorwürfe zurück: "Unser Problem sind nicht die Juden, sondern die Besatzung und die Besatzer."
Israelisches Außenministerium empört
Der Sprecher des israelischen Außenministeriums, Mark Regev, nannte die Fernsehsendung empörend. Die Palästinenser würden damit ihrer Verpflichtung, die Hetze gegen Israel zu stoppen, nicht nachkommen. Den Kindern würde beigebracht, dass die Tötung von Juden etwas Gutes sei und dass sie Juden und "Ungläubige" hassen sollten.
Werte der Kinder zusammengebrochen
Ein im Gazastreifen tätiger Psychologe meinte, die Kultur der Gewaltverherrlichung habe die palästinensische Gesellschaft bereits weit durchdrungen. Schuld seien die auf beiden Seiten gemachten Fehler. Aber wenn die Palästinenser in Frieden leben könnten, würde den Kindern auch nicht Gewalt gelehrt, sagte Samir Zakkout. Die Kinder seien durch das Blutvergießen in Folge israelischer Angriffe und innerpalästinensischer Kämpfe traumatisiert, die Werte seien zusammengebrochen.
(apa/red)
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