Dienstag, 8. Mai 2007

Sorgerecht für Hund vor Gericht erstritten: Vier Herrl wollen sich um "Alex" kümmern

  • USA: Streitereien nach Selbstmord des Besitzers

Ein 13-jähriger Golden Retriever ist in den USA zum Gegenstand eines Sorgerechtsstreits geworden. Nach dem Selbstmord seines Besitzers wollten sich gleich vier Personen um den Hund kümmern. Weil sie sich nicht einigen konnten, wurde schließlich ein Anwalt eingeschaltet. Für alle Beteiligten sei es ein "hoch emotionales Thema", konstatierte dieser in seinem Bericht an das Gericht in Memphis.

Der ledige und kinderlose Ron Callan hatte sich am Neujahrstag im Alter von 35 Jahren das Leben genommen, ohne ein Testament zu machen. Er hinterließ zwei Millionen Dollar (1,47 Mio. Euro) Vermögen - der Streit der Hinterbliebenen entzündete sich aber an seinem Hund "Alex". Ansprüche meldeten sowohl Callans geschiedene Eltern als auch seine Exfreundin und seine Verlobte an.

Anwalt Royal kam zu dem Schluss, dass alle vier "Alex" mögen und gut für ihn sorgen würden. Zugleich verberge sich hinter dem Interesse an dem Hund aber auch Rache für frühere Konflikte. Der Richter sprach das gemeinsame Sorgerecht für "Alex" schließlich Callans Vater und dessen Exfrau zu.

(apa/red)

8.5.2007 19:07