Weiterhin Vermisste nach Tornados in den USA: Wirbelsturm wütete in Greensburg
- "Es gibt immer noch Leute, die nach Familien suchen"
- Neun Menschen kamen ums Leben, 50 weitere veletzt

·US-Kleinstadt wurde
von Tornado zerstört
Wirbelsturm in Kansas fordert neun Todesopfer
Nach dem verheerenden Tornado in der US-Kleinstadt Greensburg haben Rettungskräfte nach weiteren Vermissten gesucht. "Es gibt immer noch Leute, die nach ihren Familien und Freunden suchen", sagte ein Sprecher des Roten Kreuzes. Nach offiziellen Angaben kamen bei dem Wirbelsturm im US-Bundesstaat Kansas neun Menschen ums Leben, mindestens 50 Leute wurden teils schwer verletzt. Allein acht Menschen starben dabei in Greensburg. Ein zweiter Tornado forderte im Südwesten von Kansas ein zehntes Todesopfer, drei Menschen wurden verletzt.
In Greensburg wurde entlang der Schneise der Verwüstung, die der Tornado in die Landschaft gerissen hatte, die Suche nach Opfern aus der Luft fortgesetzt. Dabei beteiligte sich die Nationalgarde des Staates Kansas an den Aufräumarbeiten. Die staatliche Katastrophenschutzbehörde stellte Wohnwagen und Hilfsgüter für die Betroffenen bereit.
Ein Einwohner von Greensburg hatte den Wirbelsturm im Keller eines Hauses überlebt. "Das Haus fing an zu wackeln. Unsere Ohren schmerzten, dann wurde alles still", sagte er. "Als wir nach oben gingen, war das Haus weg, alles war weg." Ein Vertreter des Katastrophenschutzes verglich den Tornado mit dem Hurrikan Katrina: "Dieser war kleiner als Katrina, was das Ausmaß betrifft. Aber er war genauso zerstörerisch."
Der Wirbelsturm von Greensburg war nach Angaben der örtlichen Wetterbehörde bis zu 1,6 Kilometer breit und erreichte Windgeschwindigkeiten von über 300 Kilometern pro Stunde. In der 1.800-Einwohner-Stadt Greensburg zerstörte er 90 Prozent der Wohn- und Geschäftshäuser.
Bush sagte Hilfe zu
US-Präsident Bush rief für Greensburg und Umgebung den Katastrophenzustand aus und sagte der Gemeinde im US-Staat Kansas Hilfe zu.
Das Rote Kreuz errichtete Notunterkünfte und verteilte Nahrungsmittel an diejenigen, die durch den Sturm ihr Obdach verloren. Rettungskräfte versuchten, die Telefonverbindungen zu reparieren. An der örtlichen Schule soll nach Fernsehberichten im laufenden Schuljahr kein Unterricht mehr stattfinden.
Bush versprach der betroffenen Region Hilfen aus dem Staatshaushalt. Mit den Mitteln sollen der Bau provisorischer Unterkünfte, Reparaturen und preiswerte Kredite finanziert werden. "Ich bin sicher, dass diese Gemeinde wieder aufgebaut werden wird", sagte Bush. Es werde allerdings lange dauern, bis sich Greensburg wieder erholt haben werde. "Wir werden alles tun, was wir können, um zu helfen."
(apa/red)
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