Zwei Autobombenanschläge im Westirak: Mindestens 20 Todesopfer und 40 Verletzte
- Aufständische erschossen sechs irakische Soldaten
- Hände gefesselt und Augen verbunden vor Tod
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Die Gewalt im Irak hat zahlreiche Menschen das Leben gekostet. Allein bei zwei Selbstmordanschlägen in der Nähe der Stadt Ramadi wurden am Montag mindestens 20 Menschen getötet, Dutzende wurden verletzt, wie die Polizei mitteilte.
Der erste Angriff richtete sich gegen einen Markt, er riss zehn Menschen in den Tod. Eine Viertelstunde danach brachte ein weiterer Selbstmordattentäter sein mit Sprengstoff beladenes Auto an einer Straßensperre der Polizei zur Explosion. Dort wurden fünf Polizisten und fünf Passanten getötet. Ramadi liegt 115 Kilometer westlich von Bagdad und ist ein Zentrum der sunnitischen Aufstandsbewegung im Irak.
Bei zwei Anschlägen in Bakuba wurden zwei Soldaten und zwei Polizisten getötet. Bakuba gilt als Hochburg sunnitischer Aufständischer. Nahe Kirkuk wurde die Leiche eines Polizisten entdeckt, sie wies Folterspuren auf. Zu einem Selbstmordanschlag gegen ein Rekrutierungszentrum der irakischen Armee in Abu Ghraib vom Samstag mit 15 Toten bekannte sich die Gruppierung Islamischer Staat Irak, die Verbindungen zu Al Kaida haben soll. In einer Erklärung im Internet sprach die Gruppierung von mindestens 100 Toten als Folge des Anschlags. Zugleich warnte sie die Iraker davor, sich den Streitkräften anzuschließen.
Nördlich von Bagdad töteten Aufständische sechs irakische Soldaten. Die Nachrichtenagentur Aswat al-Irak berichtete, der Gerichtsmedizin in der Stadt Khalis seien am Montag die Leichen der sechs Männer übergeben worden. Den Soldaten waren die Hände gefesselt und die Augen verbunden worden, bevor man sie erschoss.
Am Wochenende kamen im Irak nach Angaben der Streitkräfte weitere zehn US-Soldaten ums Leben. Sechs Soldaten wurden bei einem Bombenanschlag am Sonntag in der Provinz Dijala getötet, auch ein russischer Journalist wurde bei der Explosion in den Tod gerissen. Dabei handelt es sich um den 27-jährigen Fotografen Dmitri Tschebotajew, wie die russische Ausgabe des Nachrichtenmagazins "Newsweek" am Montag in Moskau mitteilte. Er war mit US-Truppen zwischen Bagdad und Bakuba unterwegs. Zwei weitere Soldaten kamen bei Bombenanschlägen in Bagdad ums Leben, zwei wurden am Samstag bei einem Anschlag in der Provinz Anbar getötet.
(apa/red)
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