Scharfe Attacken gegen Koalitionspartner: ÖVP sieht in Darabos ein "Sicherheitsrisiko"
- SPÖ kontert: "Abgekartetes Spiel" der Volkspartei
- Eurofighter sorgt für Zwietracht in der Regierung
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Der Eurofighter-Deal ist Dynamit für den ohnehin geringen koalitionären Zusammenhalt. SPÖ und ÖVP bombardieren sich weiter mit gegenseitigen Schuldzuweisungen rund um die ungeliebten Abfangjäger. ÖVP-Generalsekretär Hannes Missethon bezeichnete Verteidigungsminister Norbert Darabos (S) gar als "Sicherheitsrisiko für Österreich", da er nicht mehr auf der Seite des Bundesheeres stehe, sondern sich in "Geiselhaft der Herren Pilz, Stadler und Kräuter" befinde.
Missethon knüpft seinen Vorstoß an die Kritik hochrangiger Generäle des Bundesheeres. In die selbe Kerbe schlägt ÖVP-Wehrsprecher Walter Muraurer: "Es wird Zeit, dass sich Darabos seinen Pflichten als Verteidigungsminister nicht länger entzieht. Der Schutz der Österreicherinnen und Österreicher muss oberste Priorität haben", meinte er in einer Aussendung.
Die teils massive Kritik des Koalitionspartners ließ die SPÖ freilich nicht auf sich sitzen. SPÖ-Wehrsprecher Anton Gaal spielte den Ball zur ÖVP zurück und gab die Schuld am Zustand des Bundesheeres dem "schweren Erbe, das die ÖVP hinterlassen hat". Darabos versuche nur, den "Schaden für die Steuerzahler zu begrenzen" und den von der ÖVP hinterlassenen "Scherbenhaufen" zu beseitigen.
SPÖ-Bundesgeschäftsführer Josef Kalina ortet ein "abgekartetes Spiel" hinter der scharfen Kritik von Seiten des Koalitionspartners. Mit den Angriffen auf Darabos verunsichere die ÖVP die Menschen.
Erstaunt zeigt sich schließlich auch noch BZÖ-Klubobmann Herbert Scheibner über die Erkenntniss Missethons, dass Darabos ein Sicherheitsrisiko darstelle. Scheibner wirft der ÖVP ein "politisches Scheingefecht" vor, denn die Partei habe einen Misstrauensantrag des BZÖ gegen Darabos abgelehnt.
(apa/red)
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