Deutsche Polizei brachte Ermittler auf die Spur: Bisher 40 Kinderporno-Strafanzeigen
- Internationale Operation "Max" führte zu Perversen
In Zusammenhang mit einem vom Landeskriminalamt Brandenburg in Deutschland eruierten internationalen Pädophilenring, dessen Mitglieder über ein Internet-Forum kommunizierten, sind in Österreich 40 Verdächtige angezeigt worden. Nach Angaben des Bundeskriminalamts (BK) in Wien wurden bei bereits im vergangenen Jahr durchgeführten Hausdurchsuchungen tausende Videos, CDs, DVDs und auf PCs und Laptops gespeichertes Material mit kinderpornografischem Inhalt sichergestellt.
"Bei einem der Verdächtigen wurden auch Fotos sichergestellt, die sexuelle Kontakte des Mannes zu seiner 17 Jahre alten Stieftochter belegen", sagte Bezirksinspektor Mario Hubmann vom BK der APA. Die 40 Verdächtigen wurden in allen Bundesländern mit Ausnahme von Vorarlberg ermittelt. Der jüngste ist ein 16-jähriger Schüler, die Ältesten sind im Pensionsalter. Unter den Verdächtigen befinden sich laut BK zwei Beamte und ein Röntgenologe.
Ermittelt wurden die Pädophilen durch einen von den deutschen Kriminalisten eruierten Link, der zu einem Video führte, das den Missbrauch einer Vierjährigen zeigte. Die Fahnder linkten die User, indem sie das inkriminierte Video austauschten, das in der Folge allein in Österreich 52 Mal heruntergeladen wurde. Als Standort des Servers wurde Sankt Petersburg ermittelt.
Die unter dem Code "Max" geführte internationale Operation hatte in Italien zu zwei Verhaftungen und 53 Anzeigen geführt. Das hatten die Behörden des Landes bekannt gegeben. (APA/red)
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