Heuer um 7,8 % mehr Strafanzeigen als im Vorjahr: Im April 49.004 Taten angezeigt
- Am stärksten gestiegen sind Gelegenheitsdiebstähle
- Salzburg vor OÖ Spitzenreiter bei aufgeklärten Fällen
Im April 2007 sind in Österreich 49.004 Straftaten angezeigt worden, seit Jänner knapp mehr als 200.000. Insgesamt wurden heuer bisher um 7,8 Prozent mehr Delikte registriert als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Am stärksten gestiegen sind laut Innenministerium Gelegenheitsdiebstähle, Sachbeschädigungen durch Vandalismus sowie Diebstähle von Fahrrädern und Sachbeschädigungen an Fahrzeugen.
Interessant ist vor allem der Bundesländervergleich in der Abteilung "geklärte Fälle", ebenfalls in den Zeiträumen Jänner bis April 2006 und 2007: Absoluter Spitzenreiter ist Salzburg mit einem Plus von 33,6 Prozent, gefolgt von Oberösterreich mit 21,6 Prozent. Auch noch im positiven Bereich befinden sich die Steiermark (plus 7,3), Vorarlberg (plus 7,1), Tirol (plus 6,0), Kärnten (plus 3,1) und das Burgenland (plus 2,1). Abgeschlagen am Tabellenende liegen Niederösterreich (minus 7,0 Prozent) und Wien (minus 9,1). Bundesweit bleibt unter dem Strich ein Plus von 3,4 Prozent.
Bei den angezeigten Delikten liegt Wien zwar mit 71.829 unangefochten an der Spitze, die Zunahme beträgt jedoch nur 2,4 Prozent, während in Salzburg (plus 14,7) und Oberösterreich (plus 22,2) wesentlich höhere Steigerungsraten verzeichnet wurden.
Erstmals scheinen in der Kriminalitätsstatistik auch Fälle von Stalking auf, denn der Anti-Stalking-Paragraf war erst im Juli 2006 in Kraft getreten. Von Jänner bis April wurden insgesamt 849 derartige Fälle angezeigt.
(apa/red)
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