Günther Barnet akzeptiert Absetzung als Wiener BZÖ-Chef: Bleibt aber Parteimitglied
- Herbert Scheibner übernimmt vorerst Barnets Posten
- Entscheidung über neue Wiener Spitze am 2. Juni

Der Wiener BZÖ-Landesobmann Barnet hat seine Absetzung nun doch akzeptiert und bleibt auch Parteimitglied, nachdem er zuvor von der Bundespartei ausgeschlossen worden war. Nach einem Gespräch mit Bündnisobmann Westenthaler und Herbert Scheibner habe man dies vereinbart, sagte Barnet gegenüber der APA. Auch Westenthaler bestätigte: "Wir haben alle Irritationen ausgeräumt." Vorübergehend wird nun Herbert Scheibner die Geschicke der Wiener Orangen leiten.
Am 2. Juni soll beim Wiener Konvent die neue Führung des Wiener BZÖ bestimmt werden. Wer Wiener Landesparteichef wird, steht noch nicht fest.
"Wir wollen, dass in Wien eine Neuerung stattfindet", erklärte Westenthaler nochmals den Grund für Barnets Absetzung. Für die Führung der Gruppe würden einige Personen in Frage kommen. Aus BZÖ- Kreisen hieß es, dass Pressesprecher Lukas Brucker Favorit für diese Funktion sei.
"Irritationen" ausgeräumt: Westenthaler froh
So weit wollte Westenthaler aber nicht gehen, in den kommenden Wochen werde erst einmal sondiert. Froh zeigte er sich darüber, dass nun alle "Irritationen" ausgeräumt seien. Und auch für das Parlament, wo Barnet als Klubdirektor bis vor kurzem u.a. auch für die Klubförderung zuständig war, habe man eine Lösung gefunden.
Barnet selbst zeigte sich nach dem Sechs-Augen-Gespräch ebenfalls zufrieden: "Ich glaube, es ist eine sehr gute Lösung herausgekommen." Auch der mit ihm eng befreundete Herbert Scheibner würde hinter der Lösung stehen. Über seine nahe Zukunft wollte Barnet nicht Bescheid geben. "Ich bin einfaches Parteimitglied." Der Rest werde sich zeigen.
Scheibner übernimmt vorerst Barnets Posten
Der stellvertretende Chef des BZÖ-Parlamentsklubs Herbert Scheibner wird nach dem Rücktritt Barnets vorläufig die Geschicke der Wiener Orangen leiten. Dies sei im Einvernehmen mit BZÖ-Chef Wesetnthaler beschlossen worden, hieß es in einer schriftlichen Stellungnahme. Erneut wurde betont, das BZÖ-Wien sei gesetzmäßig eine eigenständige Partei, deshalb sei ein Ausschluss Barnets durch "Organe der Bundespartei" nicht möglich gewesen.
Das Wiener Bündnisteam werde nun gemeinsam mit Helene Partik-Pable den Konvent am 2. Juni vorbereiten, hieß es weiter. Dort soll eine endgültige Entscheidung über den Vorsitz der Wiener Orangen getroffen werden. Ansonsten bedauerte man offiziell die Entscheidung zum Rücktritt und streute Rosen: "Günther Barnet hat in vorbildlicher Art und Weise das BZÖ-Wien aufgebaut und bis zum jetzigen Zeitpunkt geführt. Ohne sein Zutun wäre das BZÖ-Wien nie gegründet worden." Er habe seine Funktion zurückgelegt, "um weiteren Schaden von der Partei abzuhalten."
(apa/red)
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