Samstag, 22. Dezember 2007

20 neue SOS-Kinderdorf-Familien geplant: Frauen, Männer und Paare werden gesucht!

  • Plus: 3-jährige Ausbildung zu Familienpädagogen

In den nächsten Jahren sollen in Österreich 20 neue SOS-Kinderdorf-Familien gegründet werden. SOS-Kinderdorf sucht nun geeignete Frauen und Männer bzw. Paare, die mit Kindern leben, arbeiten und sie ein Stück ihres Weges begleiten wollen.

Eine SOS-Kinderdorf-Mutter - zumeist sind es Frauen - managt eine SOS-Kinderdorf-Familie mit durchschnittlich fünf Kindern und allem was dazu gehört. Das Problem Kinder und Beruf unter "einen Hut" zu bringen, kennen SOS-Kinderdorf-Mütter/Eltern nicht. Sie sind gut ausgebildete, berufstätige Familienpädagogen/innen, die für ihre Arbeit ein angemessenes Gehalt und entsprechende Anerkennung bekommen. Für viele Frauen/Eltern immer noch eher Wunschbild als Realität.

Kinder, die eine SOS-Kinderdorf-Mutter betreut, kommen oft aus unbeschreiblichen Lebenswirklichkeiten. "Die naive Vorstellung einer lieblichen Mutter mit ihrer Kinderschar um den Tisch reicht nicht, um diesen Kindern Halt und Wegweiser für die Zukunft zu sein, hier braucht es die Fachfrau Mutter", sagt SOS-Kinderdorf-Mutter Angela Rupp.

Ausbildung zu Familienpädagogen
Das nötige Fachwissen bekommen Frauen und Männer bzw. Paare berufsbegleitend im Colleg für FamilienPädagogik in Wels vermittelt, wo sie in drei Jahren zu Familienpädagogen/innen ausgebildet werden. Trotz der so wichtigen fachlichen Komponente bleibt eine Voraussetzung für den Beruf SOS-Kinderdorf-Mutter/Vater zeitlos gleich: Die besondere Liebe zu Kindern und die Bereitschaft, mit ihnen zu leben und sie mit Herz und Kompetenz auf ihrem Lebensweg zu begleiten.

SOS-Kinderdorf in Österreich: Bedarf wächst
Rund 950 Kinder und Jugendliche werden in den zehn österreichischen SOS-Kinderdörfern (ein elftes ist in Oberösterreich in Bau) und angeschlossenen Einrichtungen betreut. Gewalt und Missbrauch, Sucht- und Beziehungsprobleme, Krankheit und psychische/physische Überforderung der Eltern sind einige der Gründe, warum Kinder ein neues, dauerhaftes Zuhause brauchen. Der Bedarf an langfristigen und dauerhaften Unterbringungsmöglichkeiten für junge Menschen, die nicht bei den Eltern aufwachsen können, ist nach wie vor groß und damit auch der Bedarf an sozial engagierten Menschen, die als SOS-Kinderdorf-Mutter/Eltern oder Familienpädagogen/innen arbeiten wollen. SOS-Kinderdorf hat das Know-how, die Infrastruktur und die notwendigen Rahmenbedingungen sowie Einrichtungen, um österreichweit noch weitere 100 Kinder und Jugendliche aufzunehmen.

Alle Infos zur Ausbildung gibt es >>hier<<

22.12.2007 23:29