Flüchtlingszustrom lässt nach: Asylanträge sind im ersten Jahresdrittel stark gesunken
- Asylwerber meistens aus Serbien und aus Russland
- Trotz Platter-Kritik: Positive Bescheide in 2. Instanz

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Die Zahl der Asylanträge ist im ersten Jahresdrittel 2007 stark gesunken. Nach 4.344 Anträgen im Vorjahr waren es heuer 3.923. Das entspricht einem Rückgang von 9,69 Prozent, ist aus den aktuellen Asylzahlen auf der Homepage des Inneministeriums abzulesen. Interessant bezüglich des Vorwurfes von Innenminister Günther Platter, die Asylwerber wären an der Länge der Verfahren durch ihre Einsprüche selbst schuld: Immerhin in fast einem Drittel der Fälle wird das in erster Instanz verwährte Asyl von der Zweitinstanz, dem Unabhängigen Bundesasylsenat, zuerkannt.
Im April wurde heuer in absoluten Zahlen der bisher geringste Flüchtlingszustrom verzeichnet. Nur 862 Anträge wurden gestellt, die meisten Anträge kamen im Jänner mit 1.080. Da gab es allerdings auch den größten Rückgang im Vergleich zu 2006, nämlich 16,6 Prozent.
Der weitere Rückgang erstaunt insofern etwas, als ja die strengeren Asylregelungen nicht mehr neu sind, sondern schon 2006 in Kraft waren. Freilich waren die Asylzahlen im Vorjahr noch wesentlich stärker zurückgegangen als heuer. So sackte beispielsweise im April die Zahl der Anträge gleich um mehr als 44 Prozent ab.
Die meisten Anträge kamen heuer wie meist aus Serbien - Stichwort Kosovo - und aus Russland - Stichwort Tschetschenien. Russische Bürger erhielten ebenso wie jene Afghanistans und aus dem Irak mehrheitlich positive Bescheide. Bei Bürgern anderer Nationen wurde mehrheitlich negativ entschieden. (apa/red)
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