Montag, 7. Mai 2007

Drogentoter im steirischen Mürzzuschlag:
17-Jährige fand die Leiche des 24-Jährigen

  • Mann starb an Hirnlähmung und Atemstillstand
  • Junge Freundin wusste nichts von Sucht des Freundes

Ein 24-jähriger Obersteirer ist am Wochenende an den Folgen von Suchtmittelmissbrauch gestorben. Die 17-jährige Freundin des Mannes fand die Leiche in dessen Wohnung. Am Freitagabend waren die beiden noch zusammen unterwegs gewesen. Danach hatte sich der 24-Jährige laut Obduktion eine morphinhältige Substanz injiziert. Der Mann starb an Hirnlähmung und Atemstillstand.

Gegen 11.00 Uhr besuchte die 17-Jährige ihren Freund in seiner Wohnung in Mürzzuschlag. Sie fand die Haustüre des Mehrparteienhauses offen vor und gelangte so zur unversperrten Wohnungstüre des 24-Jährigen. Als die 17-Jährige diese öffnete, stieß sie bereits an der Leiche des 24-Jährigen an, berichtete das Landeskriminalamt Steiermark. Der Mann hatte nicht auf Klingeln oder Telefonanrufe reagiert - das sei für den Mann aber nicht ungewöhnlich gewesen, meinte der Ermittler.

Die junge Frau hatte nichts von der Sucht ihres Freundes gewusst. Erst in der Nacht von Freitag auf Samstag überraschte die junge Frau den Mann im Bad, nachdem er sich Drogen gespritzt hatte. Danach hatte die 17-Jährige die Wohnung verlassen. Der Tod des Freundes dürfte vermutlich am Samstag eingetreten sein, so der Ermittler. Der 24- Jährige ist der vierte Drogentote seit Jahresbeginn in der Steiermark.

(apa/red)

7.5.2007 10:27