Koma-Trinken fordert nächstes Opfer:
13-Jährige landet nach Alk-Orgie im Spital
- Oberösterreicherin wurde von Notarzt gerettet
- Zwei Einsätze der Wiener Rettung: 18-Jährige blau

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Am Wochenende kein Alkohol am Rudolfskai
Wieder soll sich eine 13-Jährige in Oberösterreich ins Koma getrunken haben. Der Vorfall ereignete sich in Laakirchen (Bezirk Gmunden). Bereits zwei Tage zuvor waren zwei Mädchen im Bezirk Wels-Land nach dem Genuss von Hochprozentigem bewusstlos zusammengebrochen.
Laut "Kronenzeitung" soll sich nun erneut eine 13-Jährige am helllichten Tag ins Koma getrunken haben. Völlig blau angelaufen sei sie nicht mehr ansprechbar gewesen.
Die Rettung brachte das Mädchen zum Ausnüchtern ins Krankenhaus. Zeitgleich soll eine andere betrunkene Jugendliche von Angehörigen ins Spital gebracht worden sein.
Zwischen 13 und 15 Jahren beginne das regelmäßige Trinken mehrmals pro Woche, erklärte Hans Popper von der oberösterreichischen Gebietskrankenkasse im Gespräch mit der Kronenzeitung. Jedes Jahr würden 400 Burschen und Mädchen mit Alkoholvergiftung im Spital landen.
Zwei Einsätze der Wiener Rettung
Unter dem Titel "Koma-Trinken" meldete auch die Wiener Rettung zwei Einsätze vom Wochenende: Zwei schwer alkoholisierte 18-Jährige, ein Mädchen und ein Bursch, seien in der Nacht auf Samstag bzw. Sonntag versorgt worden.
Grundsätzlich gebe es "ganz, ganz wenige Einsätze wegen schwerst alkoholisierter Jugendlicher", sagte der Chefarzt der Wiener Rettung, Alfred Kaff, der APA. Es seien in jüngster Zeit auch nicht mehr geworden.
"Die beiden Einsätze am Wochenende haben 'ältere' Jugendliche betroffen. Ich könnte aus unserer Sicht nicht sagen, dass immer mehr jüngere Jugendliche oder Kinder schwer betrinken. Dass alkoholisierte Jugendliche versorgt werden müssen, kommt ab und zu vor. Das hat es aber immer schon gegeben", erläuterte Kaff. "Der Alkoholkonsum allgemein steigt, das ist bekannt."
In Sachen Jugendliche und Alkohol mahnt der Chefarzt die Familien: "Gefordert sind hier nicht zuletzt die Eltern, ihre Kinder einerseits zu selbstständigen und starken Persönlichkeiten zu erziehen, andererseits in Sachen Alkohol selbst vorbildhaft zu wirken", erklärte Kaff in einer Aussendung.
(apa/red)
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