Freiluftimpressionen aus zwei Gastgärten:
Herbert Hacker über Novelli und Vestibül
- Die Zeit des Speisens in freier Natur ist angebrochen
- FORMAT: Unterschiedliche Küchen in bester Lage

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Die Zeit der Gastgärten ist angebrochen. Hier zwei exemplarische Beispiele für schöne, kulinarische Freiluftarenen in Wien: das Novelli und das Vestibül, beide nicht gerade unbekannt, bieten jeweils Gastgärten in bester Lage.
Und wie isst man dort im Moment? Ziemlich unterschiedlich. So werden einem derzeit im Novelli unter anderem auch Kreationen wie etwa "hausgemachte Agnolotti mit Ziegenfrischkäse, Granny Smith und Morcheln" serviert. Hinter dieser blumigen Bezeichnung verbergen sich allerdings Agnolotti, die aussehen wie zu groß geratene Kärntner Kasnocken mit einer geschmacklosen Füllung. All dem wird noch ein albern wirkender Schaum aufgesetzt, der ans Haarewaschen beim Friseur erinnert.
Bei der Burg
Ganz anders im Vestibül im Burgtheater. Dort wird vergleichsweise klar und weitgehend unverschmockt gekocht. Neben Klassikern wie Kalbsbeuschl und ausgelöstem Backhuhn bietet das bestens geführte Haus Gerichte wie gefüllte Zucchiniblüten, zarten Alpenlachs mit Wildkräuterspinat oder Beiried vom Styria Beef mit Morchel-Pilzgröstel. Nach den shampoonierten Teigtaschen im Novelli sind solche Gerichte eine echte Wohltat.
Den Gourmettipp von Herbert Hacker finden Sie wöchentlich im aktuellen FORMAT
Novelli
1010 Wien
Bräunerstr. 11
Tel. 01/51 34 200
Vestibül
1010 Wien
Luegerring 2
Tel. 01/532 49 99
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