Mittwoch, 2. Mai 2007

Vignetten-Kontrolle: Asfinag testet Kamera Fotos sollen Pickerlsünder leichter entlarven

  • Versuch startet in der zweiten Jahreshälfte 2007
  • Keine Strafen während der Testphase vorgesehen

Autobahn-Vignetten könnten schon bald per Kamera kontrolliert werden. Die Asfinag testet derzeit ein von Siemens entwickeltes System, das die Windschutzscheibe filmen und so die Gültigkeit der Vignetten überprüfen soll. Ein erster Versuch wird in der zweiten Jahreshälfte 2007 über die Bühne gehen, die Kosten betragen rund 230.000 Euro pro Anlage.

"Ein Foto von einer Windschutzscheibe bei schönem Wetter zu machen ist nicht schwer", sagte Marc Zimmermann von der Asfinag im APA-Gespräch. Viel komplizierter werde es jedoch, wenn diese Scheibe nass oder verschmutzt ist, es regnet oder gerade schneit. Zusätzliches Problem: Wird die Kamera feinfühlig genug sein, um unter vielen, eng aneinander geklebten Vignetten die richtige zu erkennen?

Wo viel Verkehr, da Kamera
Zum Einsatz sollen die Kameras dort kommen, wo besonders viel Verkehr ist und eine Ableitung durch Kontrolleure kaum möglich ist - also zum Beispiel auf der Südost-Tangente. Hie und da wurden dort die Geräte schon für kurze Zeit montiert, die meiste Zeit verbringen sie derzeit aber noch in den Labors.

Testphase
Im Rahmen der Testphase in der zweiten Jahreshälfte werde allerdings noch nicht gestraft, bekräftigte Zimmermann. Vignettensünder - von denen 80 Prozent aus dem Ausland kommen - sorgen für einen jährlichen Verlust von fünf Millionen Euro, denn etwa zwei Prozent aller Autofahrer sind ohne Mautpickerl unterwegs. Im Vorjahr ist die Zahl der Vignettensünder um 20 Prozent gestiegen. (APA/red)

2.5.2007 13:11