,Sie reden nur Unsinn ,Sie Ahnungslose

Streitgespräch: Grünen-Vizechefin Eva Glawischnig und FPÖ-Chef H.-C. Strache über die stärkere Oppositionspartei, Volksanwaltswahl, Frauen, Gucci-Taschen und Neonazis.
NEWS: Derzeit streiten Grüne und FPÖ um den Posten des dritten Volksanwalts. Wer ist denn nun die stärkere Oppositionspartei, Frau Glawischnig?
Glawischnig: Der Streit um den Volksanwalt zeigt, dass die FPÖ sehr auf Posten und Positionen fixiert ist. Ursprünglich hatten sie den Anspruch der Grünen ja akzeptiert. Außer mit ihren Postenbetteleien und ihrer Forderung nach Waffenliberalisierung ist die FPÖ letztens durch nichts aufgefallen.
NEWS: Herr Strache, warum betteln Sie so um Posten?
Strache: Wir betteln nicht um Posten. Wenn jemand in den letzten Jahren um Posten gebettelt hat, dann waren es die Grünen, die immer einen eigenen Kandidaten als Nationalratspräsident aufgestellt hatten, obwohl eindeutig die FPÖ den Anspruch hatte. Die Grünen versuchen uns nun ganz klar definierte Rechte abzusprechen. Sie agieren hier mit undemokratischen Methoden.
Glawischnig: Tatsache ist, dass sie es nicht verkraften, dass sie Vierter sind. Sie wollen über die Geschäftsordnung streiten? Dann sollten Sie wissen, was drinnen steht. Sie haben ja keine Ahnung. Aber dass Sie Hilmar Kabas nominieren, zeigt, dass Sie bereits ein Rückzugssignal aussenden.
Strache: Ihre Frau Stoisits, die sich nur für mehrfach vorbestrafte Asylwerber einsetzt und nur eine Ausländeranwältin ist, wollen die Österreicher sicher nicht.
Glawischnig: Für Sie ist jeder Politiker, der sich für Menschen und Menschenrechte einsetzt, ein Ausländeranwalt. Sie sind menschenverachtend und wollen Kinder, die in Österreich geboren wurden und bestens integriert sind, abschieben. Das wollen Sie doch, oder?
Strache: Das sind Menschen, die unter falschen Vorgaben in unser Land kommen. Wir wollen keine Rechtsbrecher. Und wenn die Eltern straffällig geworden sind, dann werden die Kinder mit ihnen das Land verlassen müssen.
Glawischnig: Das unterscheidet uns eben. Wir setzen uns für Menschen ein, auch wenn sie einen anderen Reisepass haben. Sie hetzen nur.
Strache: Sie setzen sich nicht für Menschen ein. Sie wollen kostenlose Abtreibungen auf Krankenschein. Sie sehen Kinder offenbar als Krankheit an.
Glawischnig: Dass Sie Frauen in Not nicht interessieren, ist mir klar. Für Sie gibt es nur den kleinen Mann, aber nicht die kleine Frau.
Das ganze Streitgespräch lesen Sie im neuen NEWS
Syrien-Krise18:14
Obama ein Feigling?Wegschauen oder eingreifen? US-Präsident schweigt zum Massaker von Houla
Nachbeben in Italien20:01
Mehrere TodesopferErneut große Schäden und Tote nach schweren Erdstößen in Norditalien
