Mittwoch, 2. Mai 2007

Giovanni Trapattoni: Meister aller Klassen

Der erfolgreichste Klubtrainer der Welt holte mit Red Bull Salzburg jetzt auch in Österreich den Titel.
RED-BULL-ZUKUNFT: Wie er die Bullen aus der heimischen Mini-Liga in eine Reihe mit Chelsea, Real oder Bayern führen will.

NEWS: Wie war die Titelfeier?
Trapattoni: Nach dem Spiel gegen die Austria bin ich gleich nachhause gefahren zu meiner Frau und habe die Spieler alleine feiern lassen. Für mich ist es Gewohnheit, nach jedem Erfolg schon an die nächsten Herausforderungen zu denken.
NEWS: Machen Sie sich vor dem Schlafengehen Notizen?
Trapattoni: Vor dem Schlafen oder gleich in der Früh. Ich muss immer überlegen, was wir in Zukunft besser machen müssen. Ich habe schon einen Plan für das nächste Jahr.
NEWS: Und die Verbesserungen beginnen sofort?
Trapattoni: Ja, die verbleibenden Ligarunden sind schon Vorbereitung für die Zukunft.
NEWS: Haben Sie sich auch neue Spieler notiert?
Trapattoni: Wir brauchen nicht viele neue Spieler, aber zwei, drei Positionen müssen wir verstärken. Auch junge Österreicher sind mir aufgefallen, und ich hoffe, dass sie kommen. Ich darf die Namen nicht nennen, aber einer ist in aller Munde: Christoph Leitgeb. Wir suchen einen Mittelfeldspieler für die nächste Saison.
NEWS: Wollen Sie auch einen Star holen?
Trapattoni: Ich denke, Österreich ist noch nicht bereit für einen großen Star. Dafür ist es noch nicht bekannt genug.
NEWS: Woher nehmen Sie selbst die Motivation, in Österreich zu arbeiten?
Trapattoni: Österreich ist ein Land, das mir gefällt, die Art und Weise, wie man hier denkt, und die Ordnung, die es gibt. Es wäre für mich auch eine große Genugtuung, mit Red Bull in die Champions League zu kommen. Heuer hat gegen Valencia nur wenig gefehlt. Aber dieses Ziel will ich im nächsten Jahr unbedingt erreichen.
NEWS: Sind Sie vor den Spielen überhaupt noch nervös?
Trapattoni: Ein bisschen Spannung ist immer dabei. Ich habe große Spieler gehabt wie Platini, der ist in der Nacht vor dem Spiel im Gang auf und ab gegangen, hat kaum geschlafen. Ich habe immer gesagt, Michel, geh ins Bett! Aber der Unterschied ist: Ein Spieler muss nur spielen, ein Trainer muss an alles denken. Darum darf er aus Angst nie den Kopf verlieren.
NEWS: Haben Sie das Gefühl, Sie konnten im österreichischen Fußball schon etwas bewegen?
Trapattoni: Wenn ein Ausländer in ein anderes Land kommt, weckt das natürlich Interesse. Ich glaube, das war auch bei mir so. Wenn ich mir die Aufstellungen und die Taktik der anderen Mannschaften anschaue, merke ich, dass da und dort von mir abgeschaut wurde.


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PLUS Vergleich: Red Bull und der gr oße Bruder Bayern München

2.5.2007 15:50