Eis auf dem Mars-Boden sehr ungleich verteilt: Genaue Bilder durch Infrarotkamera
- Sonde "Phoenix" soll Planeten nach Wasser absuchen
- Hoffnung auf Hinweise, ob Eis Lebensraum sein kann

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Das Wassereis, das Wissenschaftler auf dem Mars erforschen wollen, ist einer Untersuchung zufolge sehr ungleich unter der Oberfläche verteilt. Bilder der Mars-Sonde "Odyssey" zeigen, dass die Eisschicht besonders in den Gebieten unterschiedlich tief liegt, in denen die US-Sonde "Phoenix" landen könnte, wie die britische Wissenschaftszeitschrift "Nature" vorab berichtet. Die Sonde - die im August zum Mars starten soll - soll die Oberfläche des Roten Planeten ab kommendem Jahr bis zu einem Meter tief durchgraben und nach Wasser suchen.
Die US-Raumfahrtbehörde NASA will die Sonde in einem Bereich landen lassen, in dem es mit 80-prozentiger Wahrscheinlichkeit weniger als dreißig Zentimeter unter der Oberfläche Eis gibt. Bislang waren die Bilder, die auf mögliches Wasservorkommen im Inneren des Mars hindeuten, dem Bericht zufolge zu ungenau.
Sie stammten laut "Nature" von einem Gammastrahlen-Messgerät und zeigten nur auf mehrere hundert Kilometer genau an. Die an der "Odyssey" montierte, wärmeempfindliche Kamera namens THEMIS könne hingegen sehr viel detailliertere Bilder liefern, berichtete das Magazin. Die Infrarotaufnahmen seien bis auf 100 Meter genau. Verschiedene Gebiete des Roten Planeten habe die Kamera bereits untersucht.
Die Beschaffenheit des Bodens habe großen Einfluss darauf, wo nach Eis beziehungsweise Wasser zu suchen sei, erklärte der Autor des Berichts, Joshua Bandfield, von der Universität Arizona. Bei staubigem Untergrund könne sich nur wenige Zentimeter unter der Oberfläche Eis befinden. Sei der Untergrund felsig, liege das Eis jedoch gewöhnlich tiefer. Um der "Phoenix"-Mission zum Erfolg zu verhelfen, sei eine möglichst genaue Analyse der Bodenbeschaffenheit unerlässlich, betonte Bandfield.
Die nächste Mars-Mission der NASA soll nach bisherigen Plänen im August starten. Die Sonde "Phoenix" soll auf der nördlichen Halbkugel landen und möglichst Eisproben sammeln. Aus den Analysen erhoffen sich die Forscher Hinweise darauf, ob das Eis ein möglicher Lebensraum für Bakterien sein könnte.
(apa/red)
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