Rasantes Wachstum zum Persil-Jubiläum: Henkel freut sich über großes Umsatzplus
- Vor allem mehr Wasch- & Reinigungsmitteln verkauft
Die aufwendige Werbekampagne um das 100-jährige Jubiläum von Persil und die boomende Nachfrage in Osteuropa haben dem Waschmittel- und Kosmetikhersteller Henkel einen glänzenden Start ins Jahr 2007 beschert. Der Markenartikler steigerte seinen Umsatz im ersten Quartal um 6,2 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. Der Konzernüberschuss erhöhte sich sogar um 13,5 Prozent auf 210 Mio. Euro, wie das Unternehmen in seiner Zwischenbilanz mitteilte.
Konzernchef Ulrich Lehner betonte, die Marketingaktionen rund um das Persil-Jubiläum würden auch für den Rest des Jahres für zusätzlichen Schwung im umsatzstärksten Geschäftsfeld Wasch- und Reinigungsmittel sorgen. Nachdem der Waschmittelmarkt in den vergangenen Jahren durch Umsatzrückgänge und Preisverfall gekennzeichnet gewesen sei, wachse er jetzt wieder. Dies gelte sowohl wert- wie volumenmäßig. Deutschlands meistverkauftes Waschmittel Persil profitiere davon auf beeindruckende Weise.
Doch Henkel setzt nicht nur auf die Traditionsmarke Persil, sondern kämpft gleichzeitig mit zahlreichen Innovationen um Marktanteile. So brachte der Konzern in Italien und den Niederlanden ein neues Waschmittel speziell für hochwertige, empfindliche Jeans auf den Markt.
Auch in der Sparte Kosmetik und Körperpflege mit den beiden großen Marken Fa und Dial erzielte der Konzern ein erfreuliches Umsatz- und Ergebniswachstum. Im Klebstoffgeschäft profitierte Henkel nicht nur von der steigenden Nachfrage. Es gelang auch Preiserhöhungen am Markt durchzusetzen und damit das Ergebnis überproportional zu verbessern.
Auch im laufenden Jahr sieht der Konzern angesichts steigender Rohstoffpreise die Notwendigkeit zu weiteren Preiserhöhungen. Vor allem im Industriebereich gebe es einen spürbaren Nachholbedarf, sagte der der Henkel-Chef.
"Der Start in das neue Geschäftsjahr war für uns sehr erfolgreich", betonte Lehner. Vor allem das starke organische Wachstum von 9,1 Prozent gebe Anlass zum Optimismus. Der Konzern wachse nicht nur in den Wachstumsregionen in Osteuropa, Lateinamerika oder Asien, sondern auch das Geschäft in Westeuropa einschließlich Deutschland entwickele sich gut.
Lehner konkretisierte zugleich die Prognose des Konzerns für das laufende Jahr. Das Umsatzwachstum aus eigener Kraft werde am oberen Rand der bislang angegebenen Bandbreite von 3 bis 4 Prozent liegen, betonte der Manager. Unverändert blieb die - traditionell konservative - Gewinnprognose. Für das um Wechselkurseffekte bereinigte betriebliche Ergebnis (Ebit) und das Ergebnis je Vorzugsaktie erwartet Henkel danach einen Zuwachs oberhalb des organischen Umsatzwachstums.
(apa)
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