Mittwoch, 2. Mai 2007

Gute Nachrichten am 1. Mai: April-Arbeits- losigkeit um 5,6% niedriger als letztes Jahr!

  • Trotzdem noch immer 219.375 Menschen ohne Job
  • Erfreulich: Minus bei Schulungen von 5,4 Prozent

Die Arbeitslosigkeit ist in Österreich auch im April deutlich gesunken. Zum Monatsende waren 219.375 Personen arbeitslos gemeldet, um 5,6 Prozent oder 13.083 Personen weniger als ein Jahr zuvor, wie Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Bartenstein bekannt gab. ÖGB, AK und Sozialminister Erwin Buchinger wiesen darauf hin, dass sich der Rückgang im Vergleich zu den Vormonaten verflacht habe und sehr stark durch Sonderfaktoren wie das warme Wetter bedingt sei.

Bei den in Schulung befindlichen Personen gab es einen Rückgang um 5,4 Prozent 3.375 auf 58.675 Menschen. Die Arbeitslosenquote gemäß Eurostat lag im April bei 4,4 Prozent. Bartenstein verwies auf eine "Dynamik" des Arbeitsmarktes und auf ein Plus von 27,8 Prozent bei den offenen Stellen auf 41.597. "Es geht in Richtung Vollbeschäftigung", erklärte der Minister, der sich optimistisch zeigte, dieses bis 2010 das angepeilte Ziel zu erreichen.

ÖGB-Präsident Rudolf Hundstorfer meinte am "Tag der Arbeit", die im April etwas gesunkenen Arbeitslosenzahlen seien durch den "Jahrhundert-April" und damit einher gegangene stärkere Bautätigkeit gestützt worden. Die Regierung solle Maßnahmen zur Sicherung und Erhöhung von Wachstum und Beschäftigung umsetzen, da vor allem bei Jugendlichen am Arbeitsmarkt rascher Handlungsbedarf bestehe.

AK-Präsident Herbert Tumpel forderte von der Regierung "vollste Konzentration auf Wachstum und Beschäftigung". Der Rückgang der Zahl der Arbeit Suchenden habe sich im April verflacht - mehr als 278.000 Menschen seien auf Arbeitssuche, rechnet man die Schulungen ein.

Buchinger setzt auf Vollbeschäftigung
Sozialminister Buchinger betonte, Vollbeschäftigungspolitik und soziale Absicherung seien Herzstück der neuen österreichischen Bundesregierung. Dass der weitere Rückgang der Arbeitslosigkeit im April weniger deutlich als in den Monaten davor ausgefallen sei, sei "ein Indiz dafür, dass zusätzliche Anstrengungen in der aktiven Arbeitsmarktpolitik notwendig sind", meinte der Minister. (apa)

2.5.2007 08:44