Kubaner-Konten Kündigungen der BAWAG: EU sieht Helms-Burton-Act als WTO-Verstoß
- "Bestimmungen nicht einig mit US-Verpflichtungen"
- Verwaltungsstrafverfahren in Vorwoche eingeleitet
·BAWAG: Verfahren wegen Kuba-Konten
Plassnik: "Sind nicht der 51. Bundesstaat der USA"
·ONLINE-UMFRAGE
BAWAG kündigt Kunden aus Kuba - ist das okay?
·BAWAG: Androsch- Kritik an Cerberus!
Kontokündigung für Kubaner 'übervorsichtig'
·BAWAG: Kuba spricht von einer 'Hexenjagd'
Botschafterin: Lassen uns
nicht wieder einkaufen!
·Kuba-Konten: Graf über BAWAG erzürnt
"Ethnische Säuberung" noch nicht abgeschlossen
·Bei Kubaner-Konten sind "Fehler passiert"
Vorauseilender Gehorsam
- kein Cerberus-Befehl
·Kubaner-Konten: Kritik von Opposition
BAWAG demonstriere Ignoranz des EU-Rechts
·"Vorgehen der Bawag
ist grob rechtswidrig"
FORMAT: Ist laut Mayer rassische Diskriminierung
·Bawag muss Deals
mit Saderat beenden
FORMAT: Verdacht
der Terrorfinanzierung
Die EU sieht das amerikanische Gesetz, auf dessen Grundlage die demnächst dem US-Fonds Cerberus gehörende BAWAG die Konten kubanischer Kunden gekündigt hat, als Verstoß gegen die Regeln der Welthandelsorganisation (WTO). Bestimmungen des so genannten Helms-Burton-Gesetzes seien nicht im Einklang mit den Verpflichtungen der USA im Rahmen der WTO, sagte Außenkommissarin Ferrero-Waldner.
In einem Telefonat vor dem EU- USA-Gipfeltreffen in Washington, konnte Ferrero-Waldner keine Auskunft darüber geben, ob bei den Gesprächen auch der US- amerikanische Druck gegen Handelsbeziehungen der Europäer mit Kuba und dem Iran thematisiert wird. Auf dem Gipfel wollen die EU und die USA ihre Wirtschaftsbeziehungen durch den Abbau von regulatorischen Hürden stärken.
Das 1996 beschlossene US-Gesetz sieht Sanktionen gegen amerikanische Unternehmen und ausländischen Tochterfirmen vor, die Kundenbeziehungen mit kubanischen Staatsbürgern unterhalten. Noch im selben Jahr hatte die EU als Gegenmaßnahme eine Verordnung zum Schutz vor "extraterritorialen Maßnahmen" der USA beschlossen. Auf Grundlage der EU-Verordnung hatte Außenministerin Plassnik in der Vorwoche ein Verwaltungsstrafverfahren gegen die BAWAG eingeleitet.
Die EU hatte das Helms-Burton-Gesetz bereits Ende der 90er-Jahre in einem erbitterten Handelsstreit mit den USA vor der WTO angeprangert. Im Fall BAWAG hat der Europaabgeordnete Voggenhuber vergangene Woche eine Beschwerde gegen die Bank an die EU-Kommission gerichtet.
(apa/red)
Syrien-Krise18:14
Obama ein Feigling?Wegschauen oder eingreifen? US-Präsident schweigt zum Massaker von Houla
Nachbeben in Italien20:01
Mehrere TodesopferErneut große Schäden und Tote nach schweren Erdstößen in Norditalien

