Lopatka auf Lokalaugenschein: Schweizer Sicherheitspaket Vorbild für Österreich
- Für EURO 2008: "Meldeauflage ist unumgänglich"
- Bekannte Hooligans können festgenommen werden

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Sportstaatssekretär Lopatka hat in Bern die Schweiz in Sachen EURO 2008 für ihr Sicherheitspaket gelobt. "In Sicherheitsfragen ist die Schweiz mit ihren Regelungen Vorbild für Österreich." So gebe es u.a. eine Meldeauflage, wenn gegen ein Rayonverbot verstoßen wurde oder wenn anzunehmen ist, dass sich ein Hooligan nicht von Gewalttätigkeiten bei Sportveranstaltungen abhalten lässt.
"Eine derartige Meldeauflage ist auch für Österreich unumgänglich, um für die EURO 2008 das gemeinsame Ziel von maximaler Sicherheit in und um Fußball-Stadien zu erreichen", so Lopatka. Er will sich mit Innenminister Platter dafür einsetzen, dass eine entsprechende legistische Maßnahme so rasch wie möglich umgesetzt wird.
"Bei der EURO 2008 muss unsere Polizei eine breite Palette an Möglichkeiten haben, um Gewalt bei Fußballspielen präventiv verhindern zu können." Mit der Meldeauflage könnten amtsbekannte Hooligans individuell auf eine Polizeiinspektion geladen und somit frühzeitig aus dem "Verkehr" gezogen werden.
Auch Personen, die sich im Zug der Meldeauflage nicht ordnungsgemäß verhalten und die Amtshandlung stören, seien ohne "Wenn und Aber" festzunehmen und so lange anzuhalten, bis sich die Lage beruhigt hat.
Vor dem Sommer wird das gemeinsam mit der UEFA, der Schweiz und den Austragungsstädten erstellte länderübergreifende Konzept präsentiert. Vom umweltfreundlichen Stadienbau und Verkehrskonzept, über die Versorgung der Stadien und Fanzonen mit erneuerbarer Energie bis hin zur Einbindung regionaler Dienstleister würden alle Anstrengungen unternommen, um zu beweisen, "dass sich sportliche Großereignisse langfristig positiv auf die regionale Wirtschaft auswirken."
(apa/red)










