'Zeigt mit Finger auf gewisse Bevölkerung':
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Der französische Fußball-Star Lilian Thuram wirft dem konservativen Präsidentschaftskandidaten Nicolas Sarkozy (UMP) vor, "den latenten Rassismus der Leute zu erwecken". "Es ist offenkundig, dass Herrn Sarkozy nichts am Zusammenleben liegt. Er sagt, was die Leute hören wollen. Er erweckt den latenten Rassismus der Leute", sagte der Verteidiger der französischen Nationalmannschaft am Montag in der Tageszeitung "Liberation".
Sarkozy "zeigt mit dem Finger auf eine gewisse Bevölkerung", meinte Thuram und nannte als Beispiele die Absicht des UMP-Chefs ein "Ministerium für Immigration und nationale Identität" zu gründen sowie das von ihm verteidigte Prinzip der "ausgewählten Einwanderung". Dagegen habe die sozialistische Kandidatin Segolene Royal (PS) "das Risiko auf sich genommen, mehrmals zu wiederholen, dass sie ein gemischtes Frankreich will". "Es ist ein Risiko, weil ich nicht glaube, dass eine Mehrheit der Franzosen bereit ist, eine solche Idee zu hören", betonte der dunkelhäutige Spieler des FC Barcelona.
Thuram schränkte allerdings ein, dass er "nicht mit Royal" sei, nur weil er einen "gewissen Diskurs" Sarkozys verurteile. "Wenn sie morgen etwas für das Zusammenleben Gefährliches sagen würde, würde ich ihr dieselben Dinge sagen wie Herrn Sarkozy", so der Fußballprofi. Innenminister Francois Baroin (UMP) erwiderte auf Thurams Interview: "Wenn er das sagt, so heißt das, dass er Nicolas Sarkozy nicht kennt. Das tut mir leid."
(apa/red)
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