Goldene Zeiten in Tirol: Erotik-Millionen bessern den Klingelbeutel von Wacker auf
- Neuer Sponsor sichert auch die Bundesliga-Lizenz
- Keine Großeinkäufe geplant - Trainer wird vorgestellt
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Der FC Wacker Tirol, dem in erster Instanz die Bundesliga-Lizenz verwehrt wurde, darf aufatmen. Die Tiroler konnten einen neuen Sponsor lukrieren. Der Vertrag, der bis zum Jahr 2013 laufen soll, wird in den nächsten Tagen unterschrieben. Trotzdem will der Klub nicht zu viel Geld in teure Spielereinkäufe stecken. Auch der neue Trainer soll bereits präsentiert werden.
Der Schriftzug "www.goldentime.at" soll ab kommender Saison den Rücken der Tiroler Spieler schmücken. Damit will der Wiener Immobilien-Boss Alexander Gerhardinger für seinen "Goldentime- Tempel", der im August in Innsbruck eröffnet werden wird, werben.
Auf der Homepage wirbt Gerhardinger damit, dass sein Goldentime- Etablissement in Wien der "größte FKK-Saunaklub Österreichs" sei. Für diesen Klub will Gerhardinger auch auf Banden im Hanappi-Stadion von Rekordmeister Rapid Wien ab der kommenden Saison werben.
"Zahlen nennen wir keine", sagte Wacker-Obmann Gerhard Stocker, "nur so viel, es wird jährlich ein siebenstelliger Betrag sein. Mit diesem Geld sind wir nun mit einem Schlag den Verlustvortrag los." Wacker rechnet mit Saisonende mit einem Schuldenstand von 900.000 Euro.
Lizenz ist gesichert
Dass mit den Erotik-Millionen für Wacker die Lizenz gesichert ist, interessiert Stocker wenig: "Denn die hätten wir auch ohne diesen Sponsorvertrag bekommen." Der FC Wacker, der für kommende Saison einen strikten Sparkurs fahren will, möchte die neuen Gelder nicht in teure Spielereinkäufe stecken. "Da lassen wir uns nicht 'hineintheatern'", betonte Stocker, "wir haben noch viel in den Backoffice-Bereich und die Infrastruktur zu investieren."
Jedenfalls will Wackers sportlicher Leiter Christian Ablinger bis zum nächsten Heimspiel gegen den GAK den neuen Trainer bekannt geben. Die besten Karten im Verhandlungspoker hat Michael Streiter, der Wacker im Jahr 2003 zum Meistertitel in der Westliga führte, dann aber wegen Gehaltsstreitereien gehen musste.
Weiters im Gespräch sind GAK-Trainer Lars Söndergaard, Ex-Austria- Meistermacher Frenkie Schinkels und Heinz Peischl, der zwar beim FC Thun freigestellt wurde, aber noch einen bis 2008 gültigen Vertrag besitzt.
(apa/red)
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