Verpatzte Saison gerade noch gerettet:
26. Cuptitel als Balsam auf Austria-Wunden
- Zellhofer zufrieden: "Waren in kleinem Spielrausch"
- Lederer: "Bin von meiner Mannschaft enttäuscht"
·So holte sich Austria den 26. ÖFB-Cupsieg!
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·Austria Wien holt sich
zum 26. Mal Cupsieg!
Rekordsieger feiert 2:1-
Erfolg gegen Mattersburg
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Zellhofer: 'Haben nach Pause Hollywood gespielt'
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Ausgerechnet in der Hütteldorfer "Höhle des Löwen", dem Hanappi-Stadion des Erzrivalen Rapid, hat die Austria zum dritten Mal en suite und insgesamt 26. Mal den österreichischen Fußball-Cup erobert. Mit T-Shirts mit der Aufschrift "Hattrick!" feierten die Violetten den 2:1-Erfolg gegen Mattersburg, die UEFA-Cup-Qualifikation und die damit gerettete Saison 2006/07. Jubel, Erleichterung und vor allem Genugtuung herrschten im Lager des Rekord-Cupsiegers.
"Wir haben mit der Roten Laterne überwintert und sind verhöhnt worden. Jetzt sind wir Cupsieger. Das ist Balsam für die Seele", freute sich Trainer Georg Zellhofer, der Ende Oktober 2006 Frenkie Schinkels beerbt hatte. Bittere Enttäuschung gab es hingegen bei den Burgenländern, die eine 1:0-Pausenführung (Tor durch Markus Schmidt/23.) verspielten und so zum zweiten Mal in Folge das Finale gegen die Austria verloren. "Die Austria wollte den Sieg nach der Pause mehr als wir. Insofern bin ich von meiner Mannschaft schon enttäuscht. Man kann verlieren, aber nicht so. Die Art und Weise hat mich gestört", meinte Chefcoach Franz Lederer.
Die Austria hatte auch enttäuscht, allerdings nur vor der Pause. Zellhofer musste daraufhin seine Truppe ordentlich wachrütteln. "Das ist kein Liga-Match, wo man mehr als 30 Runden Zeit hat, das Ergebnis zu korrigieren. Wir haben genau 45 Minuten Zeit, um das Ding zu biegen", impfte der Oberösterreich seinen Spielern ein. Diese verstanden die Botschaft, spielten laut Zellhofer danach "Hollywood" und befanden sich sogar "in einem kleinen Spielrausch".
Vor allem Andreas Lasnik ebnete mit dem Assist zum 1:1 von David Lafata (54.) und dem Goldtor zum 2:1 (56.) innerhalb weniger Sekunden den Weg zum Titel. "In der Pause wusste die gesamte Mannschaft, dass das zu wenig war", berichtete Lasnik. "In der zweiten Hälfte gab es dann mehr Aggressivität und Offensive. Das haben wir ein klares Zeichen gesetzt." Auch beim mit neuen, gelben Nike-Schuhen ausgestattete Spezialist für Flanken und Freistöße war die Befriedigung nicht zu überhören: "Im Herbst und Winter haben wir an jeder Ecke Watschn kassiert. Jetzt ist die Saison gerettet."
Kapitän Jocelyn Blanchard stand mit der Austria 2004, 2005, 2006 und 2007 im Finale. "Viermal Finale, drei Siege. Ein Titel ist immer ein schöner Moment. Ich freue mich nicht über die UEFA-Cup-Quali, sondern über den Titel", so der Franzose.
Die "Baustelle" Lizenz liegt den Austrianern aber natürlich nach wie vor schwer im Magen. "Wir arbeiten quasi Tag und Nacht daran. Ich bin guter Dinge, dass die Unterschrift Ende der Woche erfolgt", meinte Manager Markus Kraetschmer über die noch fehlende, lebenswichtige Signatur von "Big Spender" Frank Stronach.
"Die Spieler haben geglaubt, dass wird ein Selbstläufer", ist Mattersburg-Trainer Lederer überzeugt, dass das 1:1 auswärts gegen die Austria und der 3:1-Heimsieg gegen die "Veilchen" in der Bundesliga mit nur zehn Mann zu großen Leichtsinn seiner Mannen geführt hat. Die Mattersburger scheinen als Liga-Zweite sicher auf UEFA-Cup-Kurs zu liegen. Einen wirklichen Einbruch nach der großen Enttäuschung dürfen sie sich allerdings nicht leisten, denn fünf Runden vor Schluss beträgt der Vorsprung auf die viertplatzierten Paschinger sieben Punkte. (APA/red)
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