Austria Wien holt sich zum 26. Mal Cupsieg:
Violetter Jubel nach Sieg über Mattersburg
- Fixer UEFA-Cup-Startplatz für Rekord-Cup-Gewinner!
- Burgenland bleibt weißer Fleck auf Fußball-Landkarte
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Zellhofer: 'Haben nach Pause Hollywood gespielt'
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Austria Wien hat mit einem 2:1-(0:1)-Finalerfolg über SV Mattersburg zum dritten Mal en suite und insgesamt 26. Mal den ÖFB-Cup gewonnen. Die Treffer für den Titelverteidiger erzielten vor 15.000 Zuschauer im Hanappi-Stadion Lafata (54.) und Lasnik (56.) nach dem Wechsel, nachdem Schmidt (23.) die Burgenländer Mitte der ersten Hälfte in Führung gebracht hatte. Im Vorjahr hatte der Rekord-Cupsieger im Endspiel einen 3:0-Erfolg über Mattersburg gefeiert.
Die Austria rettete damit eine total verkorkste Saison, in der sie erstmals in der Vereinsgeschichte auf dem letzten Platz der T-Mobile Bundesliga hatte überwintern müssen, und qualifizierte sich für den UEFA-Cup. Da im kommenden Jahr wegen der Heim-EM 2008 kein Pokalbewerb ausgetragen wird, sind die "Violetten" gleich bis 2009 Cupsieger. Durch das Erreichen des internationalen Startplatzes ist der Austria laut Hauptsponsor Magna in der Saison 2007/08 ein Budget von rund 17 Millionen Euro sicher.
Schmidt gelang in schwacher erster Hälfte erstes Tor
In einer extrem schwachen ersten Hälfte, die mehr als 20 Minuten lang von Vorsicht und gegenseitigem Abtasten geprägt war, führte gleich die erste Chance zum ersten burgenländischen Tor in einem Cup-Finale: Nach einem Kühbauer-Freistoß setzte sich Sedloski im Kopfball-Duell durch und der Ball kam genau zu den am Eck lauernden Csizmadia und Markus Schmidt, wobei Letzterer den finalen Kontakt verzeichnete (23.).
Unmittelbar danach hatte die Austria ihre erste Chance, als Mattersburg-Schlussmann Borenitsch einen Radomski-Schuss aus 18 Metern erst im Nachfassen bändigte. Die Wiener durften sich aber bei Standfest, der später mit Verdacht auf Bänderriss im Knie ausscheiden musste, bedanken, dass es zur Pause nicht 0:2 stand: Nach einem schweren Fehler von Safar klärte der Außenverteidiger vor Mattersburg-Stürmer Naumoski.
Auf Grund der erschreckenden Leistung in Hälfte eins musste Austria-Coach Zellhofer reagieren und brachte mit Sverkos eine zweite Spitze. Diese Umstellung brachte denn gewünschten Erfolg, denn die Wiener kamen wahrlich wie verwandelt aus der Kabine. Lasnik scheiterte zunächst noch an Borenitsch (53.), doch wenige Sekunden später besorgte David Lafata nach einem Lasnik-Corner per Kopf den Ausgleich. Und nur etwas mehr als zwei Minuten später traf Andreas Lasnik selbst nach Sverkos-Pass mit einem von Atan abgefälschten Schuss aus elf Metern zum Endstand.
Viertelstunde brachte Entscheidung für die Wiener
Der Sieg war letztlich verdient, da Sverkos (59./Volleyschuss nach Lasnik-Flanke knapp über das kurze Eck) und Lafata (Doppelchance in Minute 74) noch hochkarätige Möglichkeiten auf weitere Tore vorfanden. Die größte Ausgleichschance vergab auf der Gegenseite der eingewechselte Ex-Rapidler Carsten Jancker. Der deutsche Stürmer scheiterte an Austria-Tormann Safar (86.).
Der Austria glückte der zweite Hattrick der Cup-Geschichte. Bisher hatte nur Erzrivale Rapid von 1983 bis 1985 dieses Kunststück zu Wege gebracht.
(APA/red)
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