'Lizenz-Entscheidungen sind gerechtfertigt':
BL-Vorstand Pangl will weiter hart bleiben!
- 'Klare Bestimmungen in denen sich Vereine bewegen'
- Reduzierung der Ersten Liga steht ebenfalls im Raum
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Georg Pangl hat ereignisreiche Wochen hinter sich. Der Vorstand der österreichischen Fußball-Bundesliga war zunächst mit den Turbulenzen rund um den Zwangsausgleich des GAK konfrontiert, jetzt rückte die Liga auf Grund zahlreicher Lizenzverweigerungen in erster Instanz durch den Senat 5 neuerlich in den medialen Mittelpunkt. Im Gespräch mit der APA dachte Pangl über das Lizenzverfahren an sich und die Konsequenzen einer schärferen Handhabung nach.
Wie schätzen Sie die Urteile des Senats 5 ein?
Pangl: "Sie sind in jedem Fall gerechtfertigt, denn der unabhängige Senat, der wie alle anderen Bundesliga-Gremien von mir hoch geschätzt wird, hat sich diese Entscheidungen sicher nicht leicht gemacht."
Waren die Ereignisse der vergangenen Monate ein Mitgrund für das schärfere Vorgehen?
Pangl: "Es kann sein, dass dies unbewusst geschehen ist, aber das kann ich schwer beurteilen. Der Beschluss einer härteren Handhabung ist aber schon im Herbst beschlossen worden, noch bevor die Turbulenzen um Sturm Graz und den GAK begonnen haben."
War die Lizenzverweigerung unter anderem für Rapid und Austria nur ein Warnschuss, oder ist man in den Liga-Gremien bereit, den Weg konsequent weiterzugehen?
Pangl: "Der Senat hat nur nach den vorgegebenen Regeln gehandelt. Es gibt klare Bestimmungen, in deren Rahmen sich alle Vereine bewegen. Ich gehe davon aus, dass sich die Klubs als Teil des Ganzen sehen und die Urteile nicht als Schuss vor den Bug betrachten."
Ist die Spielgenehmigung für Rapid und Austria wirklich in Gefahr?
Pangl: "Als Bundesliga-Vorstand kann ich mich an Spekulationen nicht beteiligen. Ich kann auch nicht beurteilen, für wen die Lizenz nur ein Formalakt ist und für wen die Situation ernster ist. Wir haben derzeit nur einen Zwischenstatus, und ich gehe davon aus, dass die Vereine Unterlagen nachreichen und ein Teil von ihnen die Spielgenehmigung in zweiter Instanz bekommen wird."
Würden Sie das aktuelle Lizenzierungsverfahren schon als "Idealzustand" bezeichnen oder gibt es noch Raum für Verbesserungen?
Pangl: "Es wird nie der Fall sein, dass ein Gesetz oder eine Regelung perfekt ist. Man wird sicher auch in Zukunft da und dort nachjustieren und aus den diversen Entwicklungen seine Lehren ziehen."
Neun Mannschaften aus den zwei höchsten Ligen stehen ohne Lizenz da, dazu kommen viele Regionalliga-Klubs ohne Spielgenehmigung für die Erste Liga. Ist vor diesem Hintergrund eine Reduzierung der Ersten Liga von zwölf auf zehn Vereine denkbar?
Pangl: "Rein theoretisch ja, aber wir müssen jetzt einmal die Entscheidungen in den nächsten beiden Instanzen abwarten."
(apa/red)
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