Dienstag, 1. Mai 2007

Burgenländer wollen 1. Titel: Mattersburg & Austria im Hanappi-Stadion um Sieg im Cup

  • Zellhofer über den Spielort: Keine glückliche Wahl
  • Lederer: Mehr Cleverness & Selbstvertrauen als 2006
    Cup-Finale ab 17:00 Uhr LIVE im networld-Ticker!

Im Wiener Hanappi-Stadion wird heute (ab 17 Uhr LIVE im networld-Ticker) der ÖFB-Stiegl-Cup vergeben. Für Vorjahresgewinner und Rekord-Cupsieger Austria Wien geht es um den bereits 26. ÖFB-Cup-Titel, für Mattersburg und das Burgenland um den ersten Titel der Geschichte. Der Sieger hat einen Platz in der ersten Runde der UEFA-Cup-Qualifikation sicher.

Über die Wahl des Austragungsortes - das Hanappi-Stadion ist die Heimstätte von Austrias Erzrivale Rapid - zeigte sich Austria-Trainer Georg Zellhofer wenig begeistert. "Ich halte das ganz ehrlich gesagt für keine glückliche und faire Auswahl des Spielortes", so der ehemalige Rapid-Chefcoach. Einerseits sei da der psychologische Effekt eines Austria-Spiels im Hanappi, andererseits würden sich natürlich die Rapid-Fans mit den Anhängern von Mattersburg verbrüdern. Seiner Meinung nach hätte es genügend Alternativen in Österreich gegeben.

Neuauflage des Vorjahresfinales
Die Favoritenrolle ist bei der Neuauflage des Finales 2006 (3:0 für die Austria) weitaus schwerer zu verteilen. Das sehen auch die Trainer so. Austria-Coach Georg Zellhofer, dem derzeit seine Pollenallergie schwer zu schaffen macht, spricht von "50:50", sein Gegenüber Franz Lederer sieht hingegen die Austria als "leichten Favoriten". "Aber wir sind nicht mehr die unerfahrene Truppe vom Vorjahr. Wir haben reichlich Cleverness und Selbstvertrauen gesammelt", weiß Lederer, der mit Mattersburg trotz des 1:3 gegen Sturm Graz Richtung Vizemeistertitel segelt.

Die Austria musste das 2:2 auf dem Kunstrasen des neuen Meisters Salzburg aus den Knochen schütteln. Der Druck liegt auf jeden Fall eher bei der Zellhofer-Truppe, denn in der Liga ist die UEFA-Cup-Quali eher eine wackelige Angelegenheit. Doch Zellhofer sieht das anders: "Das Finale ist für uns Belohnung, Anreiz und Chance, kein Druck." Kiesenebner ist auf Grund von Knieproblemem kein Thema, Schiemer fehlt gesperrt.

Bangen um Naumoski
Die Mattersburger bangen hingegen um Naumoski. "Es schaut nicht gut aus. Es wird sich wohl eher nicht ausgehen", so Lederer über den nach einem Tritt in die Achillesferse angeschlagenen mazedonischen Teamspieler. Dass seine Truppe beim 1:3 in Graz das anstehende Cupfinale anscheinend doch nicht ausblenden hat können, hat Lederer negativ überrascht.

"Darauf habe ich leider keinen Einfluss. Auch wenn es keiner zugeben wird, aber im hintersten Hinterstübchen war das sicher drinnen. Aber wir sind auch nur Menschen." Im Gegensatz zur Austria scheinen die Mattersburger auf jeden Fall auch ohne Cupsieg ihren Platz in der UEFA-Cup-Quali via Liga bereits fix in der Tasche zu haben.

(apa/red)

1.5.2007 15:23